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Elmshorner Nachrichten

12. Dezember 2017 | 04:15 Uhr

Sie sind da, wenn es brenzlig wird

vom

Nach bestandener Ausbildung gibt es den Arbeitsvertrag - so will die Rettungsdienst Kooperation den Fachkräftemangel umgehen

shz.de von
erstellt am 01.Aug.2013 | 04:59 Uhr

Pinneberg/Heide | Jobprobleme haben die 14 frischgebackenen Rettungsassistenten nicht. Wer die Ausbildung mit einem Staatsexamen abschließt, erhält von der Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) einen Arbeitsvertrag. Zur Kooperation gehören die Kreise Pinneberg, Steinburg Dithmarschen und Rendsburg-Eckernförde.

Der Bedarf ist groß. Dies liegt nach Angaben von Sascha Langewand, Leiter der staatlich anerkannten Rettungsdienst-Akademie in Heide, vor allem am demografischen Wandel. Die Menschen werden immer älter und nehmen immer häufiger den Rettungsdienst in Anspruch. Jährlich steigen die Einsätze nach Schätzung von Langewand um etwa fünf Prozent.

Und wie auch in anderen Branchen, ist der Fachkräftebedarf spürbar, den die RKiSH über die eigene Ausbildung deckt. 50 Frauen und Männer in drei Jahrgängen durchlaufen kontinuierlich die Ausbildung. Dieses Jahr werden zum ersten Mal sogar zwei Klassen mit jeweils 15 Schülern eingestellt. "Bis zum Jahr 2015 wollen wir die Zahl der Auszubildenden in allen drei Klassen auf insgesamt 90 erhöhen", erklärt Langewand.

Betrieben wird die 2009 gegründete Rettungsdienst-Akademie von der RKiSH. Die Ausbildung in Heide hat Vorbildcharakter. Denn nicht nur die Ausbildungszeit wurde von zwei auf drei Jahre angehoben, um damit die ständig steigenden Ansprüche an den Beruf des Rettungsassistenten gerecht zu werden. Ein Vorteil ist zudem die enge Verzahnung von Theorie und Praxis in der RKiSH und die Kooperation mit dem Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen am Westküstenklinikum, mit der die Akademie unter einem Dach sitzt. Zudem müssen die Azubis nicht wie meist üblich, die Ausbildung selbst bezahlen, sondern werden bei der RKiSH angestellt.

Langewand: "Wir bereiten die angehenden Rettungsassistenten intensiv auf ihren Einsatz am Patienten vor. Dabei schulen wir die berufliche Handlungsfähigkeit so, dass sie nach dem Examen sofort verantwortungsvoll auf einer Rettungswache eingesetzt werden können." Voraussetzung für die Ausbildung sei Teamfähig- und Belastbarkeit sowie Flexibilität und Empathie, erklärt Langewand. Die Mindestqualifikation sei ein Hauptschulabschluss plus Berufsausbildung und der künftige Azubi muss 18 Jahre alt sein. Längst haben diesen Beruf auch Frauen erobert. Langewand: "Die Medizin wird weiblich - das ist im Rettungsdienst nicht anders."

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