Sie helfen, um Leben zu retten

Carolin Franzolet (von links) nahm den Scheck aus den Händen von Schulleiterin Barbara Manke Boesten und Leibniz-Schülern entgegen.
Carolin Franzolet (von links) nahm den Scheck aus den Händen von Schulleiterin Barbara Manke Boesten und Leibniz-Schülern entgegen.

Sponsorenlauf: Leibniz Privatschule spendet 12357 Euro an die DKMS

shz.de von
07. November 2018, 16:27 Uhr

2014 hatte die Barmstedterin Carolin Franzolet in Berlin Stammzellen gespendet, um einer 67 Jahre alten Frau aus Deutschland das Leben zu retten. Gestern war die 24-Jährige quasi als „DKMS-Botschafterin“ an der Leibniz Privatschule in Elmshorn, um einen Scheck über 12 357,53 Euro entgegen zu nehmen. „Ich war am Anfang richtig erschrocken über die hohe Summe“, sagte Franzolet – und strahlte dabei übers ganze Gesicht.

950 Kinder und Jugendliche von der Kita bis zur Oberstufe haben das Geld beim diesjährigen Sponsorenlauf erarbeitet. „Die Sponsoren haben pro gelaufener Runde einen vorher vereinbarten Betrag gezahlt“, erklärte Schulleiterin Barbara Manke-Boesten. „Das ging von 20  Cent bis 20 Euro.“

Schulleitung und Schülervertretung hatten vorher festgelegt, dass der erlaufene Betrag an die DKMS – die gemeinnützige Organisation mit Sitz in Tübingen unterstützt Knochenmarkspenden, um die Heilungschancen an Leukämie erkrankter Menschen zu verbessern – gespendet werden soll. „Wir haben an unserer Schule Kinder, die an Leukämie erkrankt sind. Wir hatten auch schon einen Spender, der sogar während der Abiturprüfungen Knochenmark gespendet hatte“, sagte Manke-Boesten.

Die Leibniz Schule hatte die DKMS bereits in der Vergangenheit mit einer Spende finanziell unterstützt. „Und wir werden das auch in Zukunft tun“, versprach die Schulleiterin.

Damit nicht genug: An der Privatschule konnten sich gestern Morgen Schüler ab 17 Jahren sowie Lehrer und Erzieher auch für die DKMS-Spenderdatei registrieren lassen. „90 Prozent der Schüler haben das auch getan“, sagte Manke-Boesten, dazu noch einmal 50 Kollegen der Privatschule. Eine Registrierung kostet 35 Euro. Die Kosten an der Leibniz Schule werden durch die Spende gedeckt.

Carolin Franzolet war es am Ende nicht mehr vergönnt, die Frau persönlich kennen zu lernen, die ihre Spende erhalten hatte. „Sie ist nach eineinhalb Jahren gestorben. Ein persönlicher Kontakt ist erst nach zwei Jahren erlaubt“, sagte die Barmstedterin. Den Blutkrebs besiegen: An der Leibniz Schule haben alle an einem Strang gezogen. Schüler und Lehrer helfen der DKMS – um Leben zu retten.

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