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Elmshorns Geschichte : Sie fördern das Stadtarchiv

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Verein feiert zehnjähriges Bestehen und will darum ein Projekt am Hafenplatz realisieren.

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2015 | 14:00 Uhr

Wer die Zukunft gestalten will, muss die Vergangenheit kennen: Dies könnte als Motto für den Verein zur Förderung des Stadtarchivs Elmshorn gelten, der am 5. Oktober zehn Jahre besteht. Eine größere Feier wird es aus diesem Anlass nicht geben, wie der Vorsitzende Sönke Kehrhahn während eines Pressegesprächs mit dem Vorstand und der Leitung des Stadtarchivs feststellte. Wohl aber ein Geburtstags-Essen sowie einen Sektumtrunk auf der Jahreshauptversammlung am 24. Februar 2016.

„Anstatt Geld für eine große Feier auszugeben, wollen wir ein Projekt am Hafenplatz realisieren“, berichteten der Vorsitzende sowie Schatzmeister Jürgen Wohlenberg. Der Hafenplatz an der Käptn-Jürs-Brücke soll, wenn es nach Wohlenberg, ehrenamtlicher, Mitarbeiter des Stadtarchivs, geht, erstmals benannt werden und „Pott-Carstens-Platz“ heißen. Dies war im Elmshorner Volksmund die Bezeichnung für die Steingutfabrik Carstens, die in den Jahren 1905/1906 von den Brüdern Ernst und Christian Carstens am Elmshorner Hafen gebaut wurde.

Der Beitrag des Fördervereins zu seinem Jubiläum ist unter dem Stichwort „Geschichte vor Ort“ eine Tafel, wie es bereits einige andere im Stadtgebiet gibt – mit alten Fotografien von dem Fabrikgebäude sowie der damaligen Belegschaft und ein Text über das Unternehmen. Bei der feierlichen Zeremonie soll nach Möglichkeit auch ein Nachfahre der Carstens anwesend sein: Diesbezügliche Bemühungen des Vereins laufen bereits.

Die Projektkosten betragen etwa 2000 Euro, die Umsetzung erfolgt Ende Herbst oder im Frühjahr – vorausgesetzt, der Kulturausschuss gibt am Montag grünes Licht.

Arbeit im Stadtarchiv ist in Satzung festgeschrieben

Aufgabe des Vereins ist laut Satzung „die Förderung kultureller Zwecke, insbesondere der Arbeit im Stadtarchiv“. Diese Vorgabe hat er in den vergangenen zehn Jahren mit Leben erfüllt. So ermöglichten Mitglieder und Sponsoren unter anderem den Kauf und die Mitfinanzierung von Rollregalen und Möbeln, die Klimatisierung und Entfeuchtung der Fotosammlungen, den Ankauf des Lebenswerks der Fotografenfamilie Koopmann sowie die Digitalisierung der „Elmshorner Nachrichten“ und des historischen Meldewesen der Stadt Elmshorn. Die Zahl der Vorträge in den vergangenen zehn Jahren beläuft sich auf insgesamt 40. Ein besonderes Erlebnis für sämtliche Teilnehmer stellen die Ausfahrten dar wie beispielsweise zum Stasi-Archiv nach Berlin oder zum VW-Archiv nach Wolfsburg.

Großzügige Sponsoren, Mitgliedsbeiträge und eine Reihe von Aktionen ermöglichen die finanzielle Unterstützung des 1980 gegründeten Stadtarchivs durch den Verein. Die informative Homepage des Vereins wird viel besucht und weckt das Interesse für die Arbeit des Vereins und das Stadtarchiv. Dieses stellt quasi das öffentliche Gedächtnis Elmshorns dar und ist Anlaufstelle sowohl für private als auch für amtliche Forschungen zur Stadt-, Familien-, Vereins- und Firmengeschichte.

 

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