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Elmshorner Nachrichten

20. August 2017 | 19:40 Uhr

Studenten helfen : Sie engagieren sich sozial

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Studenten der Nordakademie helfen mit ihrer Initiative „Studenten Pro Vita“ unter anderem Flüchtlingskindern.

Es gibt sie erst seit neun Monaten und in dieser relativ kurzen Zeit haben sie schon so manche soziale Projekte auf die Beine gestellt. Gemeint ist die Initiative „Studenten Pro Vita“ der Nordakademie in Elmshorn, bei der sich rund 30 Studierende der Hochschule sozial engagieren.

Da für gemeinnützige Aktionen nicht nur persönlicher Einsatz, sondern auch Geld benötigt wird, hat der Präsident des Hanseatischen Ingenieurs Club e.V. Hamburg (HIC), Dip.-Ing. Otto Klatte, als Anerkennung des bisherigen Engagements der Initiative, einen Scheck über 1000 Euro an die Vorsitzende von Pro Vita, Janina Hennig und ihre Stellvertreterin Carolina Wiegers, in der Nordakademie überreicht.

Bereits vor einigen Wochen veranstaltete der Hanseatische Ingenieurs Club in der Hamburger Dependance der Nordakademie im Dockland sein Jahresforum mit 100 prominenten Gästen zum Thema „Technik-Fluch und Segen – Brauchen wir einen Technik-Codex?“. Für die Überlassung einiger Räumlichkeiten im Dockland wurden 1000 Euro als Miete vereinbart.

Prof. Dr. Georg Plate, Vorstandsvorsitzender der Nordakademie, schlug HIC-Präsident Klatte vor, die Summe nicht auf das Konto der Hochschule, sondern der neuen Studenten-Initiative Pro Vita als Spende zu übergeben. „Wir waren mit dem Vorschlag sofort einverstanden, da wir soziales Engagement junger Leute stets begrüßen“, erklärt Klatte.

1000 Euro für Deutschbücher für Flüchtlingskinder

„Die 1000 Euro sind für unsere Initiative viel Geld, das wir sinnvoll einsetzen werden“, versprach Janina Hennig und bedankte sich beim Hanseatischen Ingenieurs Club. Für den Betrag sollen unter anderem Deutschbücher für Flüchtlingskinder angeschafft werden, die ohne Eltern nach Deutschland gekommen sind und zurzeit im Kinderschutzhaus Elmshorn eine vorübergehende Bleibe gefunden haben.

Die Idee, projektorientiert gemeinnützige Aktionen zu unterstützen, kam der BWL-Studentin Hennig bei ihrem Auslandssemester an der kalifornischen San Diego State University: „Ich habe dort Vorlesungen im Fach Soziologie besucht und dabei einiges über die soziale Situation vieler Menschen in den USA erfahren. Und da es bei uns auch Leute gibt, die Hilfe brauchen, ist mir der Gedanke gekommen, eine Initiative für soziales Engagement an der Nordakademie zu gründen“.

Schnell fand Hennig in Carolina Wiegers, die ebenfalls BWL im sechsten Semester studiert, eine Verbündete. Gemeinsam erarbeiteten sie ein Konzept, das auch vom Studentenparlament der Hochschule mit großer Zustimmung angenommen wurde. Da Arbeitsblöcke, Vorlesungen und Klausuren dualen Studenten wenig Spielraum für andere Aktivitäten lassen, lautet das Credo von „Studenten Pro Vita“: Jeder kann an Aktionen teilnehmen, aber niemand muss. Bereits drei Monate nach der Pro-Vita-Gründung wurden im Seniorenzentrum Hamburg Eppendorf Ostergestecke gebastelt und im Container-Dorf für Flüchtlinge „Lokstedter Höhe“ stellten Studierende zahlreiche bepflanzte Blumenkübel auf. Möglich wurde das auch durch Sachspenden von Baumärkten, die die Initiative akquirierte.

Aktuelle Projekte, die unter anderem gemeinsam mit der Elmshorner Organisation „Perspektive“ geplant sind, sollen sich um Bedürfnisse von jungen Flüchtlingen kümmern. „Da für die Integration von Immigranten das Beherrschen der deutschen Sprache eine Voraussetzung ist, planen wir in dieser Richtung verschiedene Initiativen wie Deutschnachhilfegruppen für Flüchtlinge“, erklärt Carolina Wiegers. „Weitere Projekte werden gerade geprüft“, ergänzt Hennig.

„Da für manche Aktionen nicht nur persönlicher Einsatz, sondern auch Geld benötigt wird, haben wir Spendenaktionen gestartet“, sagt Janina Hennig. Unter anderem stehen in der Mensa der Nordakademie Getränke-Kästen, in denen Dozenten und Studenten ihre leeren Pfandflaschen spenden können. Der Erlös geht an Pro Vita. Plate hat zugesagt, dass die Hochchule die Spenden verdoppelt.

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