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Schreibwettbewerb : Sie bringen Leben in die Knechtschen Hallen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Bärbel Butenschön schreibt beste Geschichte über die Knechtschen Hallen.

Elmshorn | „Endlich ist es soweit. Heute ist der Tag, an dem endlich wieder Leben in meine Gemäuer einzieht. Viel zu lange lag ich in einem Dämmerschlaf und harrte meinem Ende entgegen. [...] Seht Ihr mich wieder? Erkennt Ihr, was ich einst war, was ich noch bin und was ich wieder sein könnte?“ Dieser Textausschnitt ist die Fiktion der Wiedereröffnung der Knechtschen Hallen in Elmshorn, geschrieben von Franziska Haaks für den Schreibwettbewerb, den der Freundeskreis Knechtsche Hallen ausgeschrieben hatte. Ziel war es, den alten und baufälligen Mauern des Gebäudes auf literarische Art und Weise neues Leben einzuhauchen.

Wie gut das funktioniert, und wie anschaulich und visionär literarische Fiktion sein kann, wurde jetzt unter Beweis gestellt. Im Garten der Knechtschen Hallen, irgendwo zwischen zerbrochenen Fenstern, Industriegemäuern und rauschenden Zügen, in einer kleinen Oase mitten im Elmshorner Stadtgewusel, wurden die Sieger des Schreibwettbewerbes gekürt. Mit maximal 750 Worten haben 30 Teilnehmer beeindruckende Kurzgeschichten über und um die Knechtschen Hallen geschrieben: Visionen, Fiktionen, Biografien, E-Mails, Briefe. Die Teilnehmer verwandelten die alten Mauern in lebensfrohe, nachdenkliche, satirische, amüsante, bunte Literatur.

Frauke Nahnsen, die Initiatorin des Schreibwettbewerbes zeigt sich begeistert über die vielen Geschichten, zeitgleich aber betrübt, dass so viele alte und schöne Gebäude der Stadt abgerissen worden sind. „Ich möchte nicht, dass es den Knechtschen Hallen genauso gehen wird“, mahnt sie.  Bürgermeister und Schirmherr Volker Hatje kam aus dem Staunen über die vielen vielfältigen Texte gar nicht mehr heraus. Wichtig sei es ihm, dass man auf so einfache Art und Weise etwas Schönes entstehen lassen kann, und sich mit dem Schreiben und Lesen auseinandersetze. „Das ist Elmshorn“, sagt er.

Möglicherweise helfen ja nun die zahlreichen Vorstellungen und Visionen rund um das alte Gebäude, potenzielle Geldgeber, Stadt und Politik von neuen Konzepten zu überzeugen. So wie die Gewinnergeschichte „Aufregendes Abendessen“ von Bärbel Butenschön: „Jette steigt die breite Holztreppe hinauf. Wie oft sie auch schon hier war, die Ehrfurcht vor diesem Gebäude berauscht sie immer wieder. Sie ist im KKE, dem Künstler-Kranhaus-Elmshorn.“ Und vielleicht wird aus Fiktion und am Ende doch noch Realität.

Die Gewinnerinnen und Gewinner

  • Corinna Rieger war Erste beim Nachwuchs.
  • Melanie Frey erhielt einen Preis für die beste Idee.
  • Den zweiten Platz teilen sich Frank Jativa, Uta Robbe und Bettina Franck.
  • Einen Gutschein über 100 Euro gewann die Siegerin des Wettbewerbs, Bärbel Butenschön (Spende der Fahrradbörse).
     
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erstellt am 12.Jul.2017 | 12:00 Uhr

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