Zebrastreifen Köllner Chaussee : Sicherheit durch mehr Licht?

Daniel Avermiddig hofft, dass die neue Beleuchtung am Zebrastreifen Besserung bringt.  Foto: JKK
Daniel Avermiddig hofft, dass die neue Beleuchtung am Zebrastreifen Besserung bringt. Foto: JKK

Neue Lampen werden jetzt installiert / Vorerst keine 30-km/h-Zone

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27. April 2013, 08:59 Uhr

Elmshorn | Für die Bürger initiative "Fußgängerampel jetzt!" ist es nach langer Wartezeit der ersehnte erste Etappensieg. Anfang kommender Woche soll die Beleuchtung am Zebrastreifen Köllner Chaussee endlich fertiggestellt werden, wie nun im zuständigen Ausschuss mitgeteilt wurde.

Ursprünglich sollte bereits Ende vergangenen Jahres eine neue Beleuchtung am Zebrastreifen stehen. Doch zuerst passten die Teile nicht zusammen, dann verzögerte sich die Lieferung der Verlängerungsstücke für die Masten. Anfang dieses Monats wurden dann zwei Hauptmasten aufgestellt. "Der Beton muss noch aushärten, schließlich hängt an den Masten eine ganz schöne Last - vor allem bei Wind", sagt Petra Langefeld, Chefin des städtischen Flächenmanagements.

Montag und Dienstag werden die restlichen Teile montiert. "Danach wollen wir schauen, wie sich die neue Maßnahme bewährt und werden dann noch einmal ein Gespräch mit der Bürgerinitiative führen", sagt Langefeld in Richtung der Aktivisten.

Daniel Avermiddig von der Bürgerinitiative hofft, dass sich mit den neuen, beleuchteten Schildern die Situation am Zebrastreifen verbessern wird. Die neuen Reflektor-Schilder auf der Fußgänger-Insel waren der Sache nicht dienlich (wir berichteten). "Derzeit ist die Lage unverändert - erst vor kurzem wurde eine Freundin mit ihrem Kind fast überfahren", berichtet er.

Peter Hölzel, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtwerke und kommunale Dienstleister, forderte während der jüngsten Ausschusssitzung für seine Fraktion, die Wählergemeinschaft Elmshorn (WGE)/Die Grünen, im Bereich des Zebrastreifens eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Kilometer pro Stunde. Die Schilder sollten sofort aufgestellt werden, "damit nichts passiert". Die Vertreter der anderen drei Fraktionen (SPD, CDU und FDP) sprachen sich dagegen aus. Es solle die Situation genauer untersucht und dann eine auf fundierter Recherche begründete Dauerlösung umgesetzt werden. Dies solle die erste Aufgabe des neuen Verkehrsplaners der Stadt sein, der im Sommer eingestellt wird.

"Wir brauchen Fakten und nicht so viel Gefühl. Wenn wir die Fakten haben, machen wir Nägel mit Köpfen", sagte zum Beispiel Immo Neufeldt (CDU). Stadtrat Volker Hatje ("Es ist dort kein Problem der überhöhten Geschwindigkeit") versprach ein schnelles Handeln der Verwaltung. Die WGE/Die Grünen zogen daraufhin ihre Forderung zurück.

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