shz-Gartenschule : Auf den Sommer vorbereiten: Mit Wurzelschnittlingen Blütenstauden pflanzen

Für einen farbenfrohen Garten im Sommer kann schon jetzt gesorgt werden, denn von einigen Staudenarten, wie dieser, können schon jetzt Schnittlinge gepflanzt werden.
Für einen farbenfrohen Garten im Sommer kann schon jetzt gesorgt werden, denn von einigen Staudenarten, wie dieser, können schon jetzt Schnittlinge gepflanzt werden.

Von Deko bis richtig gießen: Hier gibt das Elmshorner Gartencenter Rostock Tipps rund um die Pflanzenwelt.

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26. Februar 2021, 11:39 Uhr

Elmshorn | Für einen herrlichen Blütenflor im Sommer kann jetzt schon vorgesorgt werden – mit Wurzelschnittlingen. Denn es gibt Staudensorten, die sich aus Teilen ihrer Wurzeln vermehren lassen, zum Beispiel Sonnenbraut, Sonnenhut, Mohn oder auch Schleierkraut. Normalerweise werden hierfür im Herbst nach der Blüte von einer kräftigen Mutterpflanze fingerdicke Teile der Wurzel abgeschnitten. Diese Wurzelstücke werden dann weiter behandelt und im nächsten Jahr in Staudengärtnereien oder auch im heimischen Garten für die Vermehrung genutzt.

Wurzelschnittlinge ohne großen Aufwand

Sie müssen sich diese Arbeit aber gar nicht unbedingt machen, denn fertige Wurzelschnittlinge können auch gekauft und direkt gepflanzt werden. Aus ihnen entstehen dann bis zum Sommer herrliche Blütenstauden, von denen viele wie zum Beispiel die Sonnenbraut und der Sonnenhut als Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten dienen.

Standort, Pflanztiefe und der richtige Boden

Das Pflanzen der Schnittlinge ist ganz einfach. Achten Sie dabei auf die Standortansprüche der jeweiligen Pflanzen. Sonnenhut (Echinacea) liebt sonnige Orte, kommt zwar auch mit lichtem Schatten zurecht, dann wird die Blüte aber etwas schwächer. Die Prachtspiere (Astilbe) dagegen kann auch im Halbschatten gepflanzt werden und sorgt dort mit ihren prächtigen Blütenständen für Farbe im Garten.

Die Pflanztiefe für Wurzelschnittlinge variiert zwischen 6 und 15 Zentimetern. Wichtig für gutes Wachstum ist ein durchlässiger, humoser Boden. Sollte Ihr Gartenboden zu schwer sein, können Sie etwas Sand untermischen. Bewährt sind auch Bodenaktivatoren. Sie enthalten organische Substanzen und natürlich wirkende Mineralstoffe, die die Bodenstruktur dauerhaft verbessern und für ein intaktes Bodenleben sorgen. Wer seinen Gartenboden dauerhaft nachhaltig auf natürliche Art verbessern möchte, kommt an einem solchen Aktivator nicht vorbei.

Staunässe vermeiden

Nach dem Pflanzen ist es wichtig, die kleinen Pflanzenkinder immer ausreichend mit Feuchtigkeit zu versorgen – aber bitte nicht zu viel, denn Staunässe können sie nicht vertragen.

Wurde alles richtig gemacht, sorgen die Blütenstauden jedes Jahr wieder für Farbenpracht im Garten. Nach ungefähr vier Jahren sollten sie geteilt werden. Mit den neuen Wurzelschnittlingen können Sie dann einem anderen Hobbygärtner eine Freude machen oder eine noch nicht so üppig bepflanzte Ecke ihres Gartens verschönern.

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