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Elmshorner Nachrichten

23. Oktober 2017 | 14:39 Uhr

Elmshorn : Senioren wählen ihren Beirat

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Vom 2. bis zum 27. Oktober sind 12.526 Menschen zur Wahl aufgerufen. Der Seniorenrat besteht aus 19 Vertretern.

shz.de von
erstellt am 15.Aug.2014 | 15:30 Uhr

Elmshorn | Genau 12.526 Elmshorner dürfen im Oktober wählen gehen. In diesem Monat wird nämlich über den neuen Seniorenrat der Stadt abgestimmt. Und jeder, der mindestens 60 Jahre alt ist und seit Ende Juli in der Krückaustadt wohnt, ist wahlberechtigt. Das sind immerhin knapp 25 Prozent der Bevölkerung.

Der Seniorenrat besteht aus 19 Personen. „14 bis 15 von uns stellen sich wieder zur Wahl“, sagte Günter Allertseder, Vorsitzender des Seniorenrats. Er hofft, dass sich mindestens fünf, besser zehn weitere Senioren zur Verfügung stellen. Denn die Aufgabe sei wichtig. „Bis auf die Bereiche Kindergarten und Schule ist alles seniorenrelevant“, sagt Allertseder. Und die Arbeit nütze nicht den jetzigen Senioren, sondern auch denen, die erst in einigen Jahren das Seniorenalter erreichen. So nehmen Vertreter des Seniorenrats an jeder Sitzung der Kollegiums-Ausschüsse teil. Und sie melden sich zu Wort. Unter anderem seien bei gemeinsamen Stadtteilbegehungen mit dem Flächenmanagement Gehwegabsenkungen erreicht worden, so Allertseder.

In einem für Senioren wichtigen Bereich ist allerdings nach Ansicht des Vorsitzenden noch viel Handlungsbedarf: „Es gibt zu wenig Ruhebänke in der Stadt und viele sind in einem katastrophalen Zustand.“ Vielfach fehlten die Rückenlehnen. So eine Bank nütze einem älteren Menschen mit Rückenproblemen nichts. Vielfach stünden die Bänke auch am falschen Ort. Im Liether Park gebe es beispielsweise vier der Sitzgelegenheiten – beim Kindergarten. „Wenn wir der Stadt mitteilen, wo kaputte Bänke stehen, dauert es einige Zeit, dann werden die abgeholt. Dann sind sie nicht mehr kaputt, aber weg“, sagt Allertseder. Dennoch lobt er sowohl die Zusammenarbeit mit der Verwaltung als auch mit allen Parteien. Ein weiterer Punkt, den der Seniorenrat angehen will, ist der Wunsch vieler älterer Menschen nach mehr öffentlichen Toiletten im Stadtbereich.

Doch politische Forderungen nach Ruhebänken und öffentlichen Toiletten sind nur ein Aspekt der Arbeit des Seniorenrats. Auch das Organisieren von geselligen Veranstaltungen wie Ausfahrten oder Kaffeenachmittage gehört dazu. Und das wird bestens angenommen. Für die Bustour im September waren beispielsweise alle 50 Karten innerhalb einer halben Stunde weg, berichtet Pressesprecher Klaus Lindemann. Und die 150 Karten für den nächsten bunten Nachmittag waren ebenfalls „in kürzester Zeit“, verkauft. Seniorengerechte Radtouren und die Teilnahme am Stadtradeln gehören auch zum Angebot des Seniorenrats. Jeweils am 1. Mittwoch im Monat gibt es gemütlichen Klönschnack beim Seniorenstammtisch in der Gaststätte Casablanca (Peterstraße).

Damit all das auch in den kommenden vier Jahren stattfinden kann, suchen die Mitglieder des Seniorenrats weitere Mitstreiter. Interessenten, die 60 Jahre und älter sind und mindestens seit dem 27. Juli in Elmshorn ihren Hauptwohnsitz haben, können sich ab sofort bei der Stadt bewerben. Mitglieder des Stadtverordnetenkollegiums sowie bürgerschaftlichen Ausschussmitglieder sind ebenso von der Teilnahme ausgeschlossen wie Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Die Wahl wird als Briefwahl durchgeführt. Die Wahlberechtigten bekommen ihre Unterlagen bis zum 2. Oktober. Bis spätestens 27. Oktober müssen die Unterlagen zurückgeschickt werden. Ausgezählt wird am 28. Oktober. Doch zuvor werden Mitglieder des Seniorenrats über sich und ihre Arbeit informieren. So wird am Sonnabend, 16. August, von 9 bis 11.30 Uhr vor dem Torhaus ein Infostand aufgebaut. Weitere Stände sind für den 20. August, ebenfalls vor dem Torhaus, und am 23. August am Alten Markt geplant.

Sollte sich 19 oder weniger Kandidaten für die 19 zu vergebenden Posten zur Verfügung stellen, wird nicht gewählt. Der Seniorenrat wird dann vom Kollegium ernannt. Doch damit rechnen die bisherigen Mitglieder nicht: „Wir hoffen, dass sich viel Interessenten melden“, sagt Allertseder.

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