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Elmshorn gegen Wedel : Senioren-Spiel nach Prügelei abgebrochen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Fußball-Partie zwischen Gencler Birligi Elmshorn und FC Roland Wedel eskaliert. Das Spiel wurde abgebrochen.

Dieses Duell Mann gegen Mann hatte am Ende nichts mehr mit Sport zu tun: Nach einer Schlägerei zwischen zwei Spielern hat der Schiedsrichter am Sonntag die Seniorenliga-Partie Gencler Birligi Elmshorn gegen den FC Roland Wedel gegen 12.20 Uhr kurz vor Schluss abgebrochen.

Wedel und Elmshorn gehören zwar geografisch zu Schleswig-Holstein, sind aber im Hamburger Fußball-Verband (HFV) organisiert. Immer wieder kommt es Zwischenfällen bei Fußballspielen in Hamburg. Zuletzt prügelten sich Eltern und Kinder bei einem Jugendturnier in Wilhelmsburg.

Laut Polizeiangaben waren die beiden Kontrahenten während des Fußballspiels bereits mehrfach aneinandergeraten. Der 40-jährige Roland-Kicker habe sich daher auswechseln lassen, um die Situation zu deeskalieren. Der Schiedsrichter soll dem Gegenspieler ebenfalls nahe gelegt haben, sich aus dem Spiel nehmen zu lassen. Daraufhin wurde der Spielfeldrand zum Ort des Zweikampf-Geschehens.

Nach Darstellung des Wedelers schlug der Gencler-Spieler ihm zweimal mit der Faust gegen den Kopf. Der 40-Jährige sei zu Boden gegangen und habe noch einen Tritt mit den Stollenschuhen gegen seinen Oberschenkel kassiert. Der Gencler-Mann soll laut Aussage des Roland-Spielers bei der Polizei dann versucht haben, in Richtung Kopf des Wedelers zu treten. Da sei ein Pulk von Umstehenden eingeschritten und habe die beiden getrennt.

Der Schiedsrichter quittierte die Tumulte mit dem vorzeitigen Abpfiff der Partie. Gegen den Gencler-Spieler hat die Polizei Wedel eine Anzeige wegen Körperverletzung, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung aufgenommen.

Mehmet Karakavak, Vorsitzender des Elmshorner Vereins, bestätigte den Vorfall auf Anfrage des sh:z. Er selbst sei nicht anwesend gewesen. Nach Rücksprache mit dem Betreuer der Gencler-Seniorenmannschaft sagte er: „Der Wedeler soll unseren Spieler aufs übelste beleidigt haben. Das ist aber keine Entschuldigung für die Attacke“, so Karakavak. „Wir als Verein distanzieren uns von derartigen Dingen.“

Wilfred Diekert, Hamburgs Schiedsrichter-Boss, zeigte sich schockiert über den Spielabbruch. „Das ist traurig. Es zeigt, dass es diese Vorfälle inzwischen in jeder Altersklasse gibt“, sagte der Vorsitzende des Schiedsrichterausschusses des Hamburger Fußball-Verbands (HFV) auf Anfrage des sh:z. Der Fußball sei ein Spiegelbild der Gesellschaft. „Verrückte gibt es leider überall“, so der Appener.

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erstellt am 20.Mär.2016 | 18:29 Uhr

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