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Elmshorner Nachrichten

21. August 2017 | 18:05 Uhr

Senioren 2014: Das Jahr der Wahl

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Abstimmung im Herbst für alle Elmshorner, die 60 Jahre und älter sind / Das 19-köpfige Gremium mischt bei der Stadtgestaltung kräftig mit

Ein durch und durch erfolgreiches Jahr, doch kein Grund zum Ausruhen: Der Seniorenrat der Stadt Elmshorn will ungeachtet seiner positiven Bilanz für 2013 in den kommenden Monaten weiter Gas geben. Mehr noch: Das Gremium hat die Ziele hoch gesteckt. Eine der größten Herausforderung sehen der Ratsvorsitzende Günter Allertseder und seine Mitstreiter in der bevorstehenden Wahl. Die Lobby der Elmshorner Senioren will im Herbst mit einer möglichst hohen Wahlbeteiligung gestärkt aus der Abstimmung hervorgehen.

Die Arbeit des Seniorenrates betrifft immer mehr Elmshorner, denn der Anteil der älteren Menschen in Deutschland wird immer größer – da macht Elmshorn keine Ausnahme. Bei der ersten Wahl des damals ins Leben gerufenen Seniorenrates waren 9200 Frauen und Männer im Alter von 60 Jahren und mehr aufgerufen, das Gremium zu wählen. Bei der letzten Wahl vor vier Jahren waren es bereits 12 176 Wahlberechtigte, und im Herbst – so erste Schätzungen – werden etwa 13- bis 14-tausend Senioren wahlberechtigt sein. Die genaue Zahl wird erst im Sommer ermittelt.

Jeder Elmshorner Einwohner, der dann 60 Jahre und älter sowie mindestens drei Monate vor der Wahl in der Stadt gemeldet ist, bekommt automatisch die Wahlunterlagen zugesandt. Es handelt sich bei der Seniorenratswahl um eine reine Briefwahl, die voraussichtlich im Oktober stattfinden wird.


Jeder kann sich mit einbringen


Alle Wahlberechtigten haben auch das aktive Wahlrecht. Das heißt: Sie können sich als Kandidaten für das 19-köpfige Gremium aufstellen. Nach einer erfolgreichen Wahl können sie zudem den Vorstand des Rates, der aus acht Frauen und Männern besteht, mitgestalten und sich selbst in die Führungsgruppe wählen lassen. Doch auch für die zahlreichen Arbeitskreise (zum Beispiel Heimratsbetreuung, Wohnen im Alter, Verkehr oder Frauennetzwerk) sind neue Mitgestalter und ihre Ideen willkommen.

Gern möchte der amtierende Rat bei der Wahlbeteiligung eine neue Bestmarke erreichen, um gestärkt – also mit möglichst viel Zuspruch aus den eigenen Reihen der Senioren – in der Politik und Verwaltung die Interessen der älteren Elmshorner vertreten zu können. „Für uns ist das der wichtigste Punkt des Jahres“, sagt der seit dem Sommer 2012 amtierende Seniorenratsvorsitzende.

Die Schwerpunktsetzung des 67-Jährigen kommt nicht von ungefähr: Seit 1986 stieg die Wahlbeteiligung von damals nur 2,7 Prozent auf 33,2 Prozent im Jahre 2006. Dann die Kehrtwende: 2010 sank die Beteiligung auf nur noch 27,09 Prozent. Hier soll nach dem Wunsch des Seniorenrates eine Trendwende her.

Hauptaufgabe des gewählten Rates ist es, in den politischen Ausschüssen und in der Verwaltung die Interessen der Senioren mit Nachdruck in die Debatten einzubringen. Seniorenratsmitglieder haben unter anderem in den Ausschüssen Rederecht und werden zu unterschiedlichen Themen angehört.

Der amtierende Rat hat in allen städtischen Entscheidungsgremien Vertreter entsandt. Sie mischen sich ein, wenn es zum Beispiel um Wohnungsbau oder auch die Umgestaltung des Bahnhofes oder des Badeparks geht, wenn Änderungen beim Winterdienst oder bei den Seniorentagesstätten anstehen. Auch mit der Verwaltung wird zusammengearbeitet. So gibt es neuerdings Stadtteilbegehungen mit entsprechenden Fachleuten. Jüngstes Beispiel: Ein Ortstermin in Hainholz. Dabei ging es unter anderem um die Frage, wie der mit Kopfsteinen gepflasterte Holzweg besser für Menschen mit einem Rollator oder Rollstuhl überquerbar gemacht werden kann.

Für Schlagzeilen sorgte der Seniorenrat 2013 bei seinem kritischen Einsatz für mehr Ruhebänke im Stadtgebiet („Die Elmshorner Bankenkrise“) – eines von einer Reihe von Themen, das 2014 weiter verfolgt werden soll.

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erstellt am 29.Jan.2014 | 17:49 Uhr

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