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Elmshorner Nachrichten

19. November 2017 | 07:58 Uhr

Semmelhaack investiert 30 Millionen Euro

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

City Quartier Im Herzen der Stadt sind 151 Wohnungen entstanden / Nachfrage ist gewaltig

shz.de von
erstellt am 25.Okt.2017 | 17:45 Uhr

Mit einer spektakulären Show – zwei Artistinnen aus München turnten, schwebten und liefen die Fassade des ehemaligen Kibek-Hochhauses hinunter – wurde gestern Nachmittag in Elmshorn eines der außergewöhnlichsten Bauprojekte der vergangenen Jahrzehnte offiziell abgeschlossen. Das Elmshorner Wohnungsbauunternehmen Semmelhaack hat 30 Millionen Euro investiert, um im Herzen der Stadt an der Reichenstraße 151 Wohnungen zu errichten. Auf dem ehemaligen Teppich-Kibek-Gelände sind vier Mehrfamilienhäuser neu errichtet worden. Das Kibek-Hochhaus wurde erhalten und komplett entkernt. Im höchsten Gebäude der Stadt – es ragt 50 Meter gen Himmel – wurden 57 Wohneinheiten untergebracht. „Dieses Gebäude ist Elmshorns neues Wahrzeichen“, betonte Annina Semmelhaack. 1000 Quadratmeter Wohnfläche sind entstanden. 108 Stellplätze verteilen sich auf die Tiefgaragen, 46 auf die Außenbereiche. „26 Wohnungen werden öffentlich gefördert“, betonte Hartmut Thede, Leiter Projektentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Nachfrage nach den Mietswohnungen war und ist gewaltig. „Im Hochhaus sind noch 17 Wohneinheiten zu vergeben“, sagte Firmeninhaber Theodor Semmelhaack. In den Mehrfamilienhäusern seien alle Wohnungen vermietet.

Mit dem neuen City Quartier ist das erste Projekt im Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen realisiert worden – nicht von der Stadt, sondern von einem privaten Investor. Doch damit kann Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje richtig gut leben. „Durch dieses Projekt wird der gesamte Stadtumbau West einen Schub erfahren.“ Der Verwaltungschef sprach von einer „Signalwirkung“, die von diesem Bauvorhaben ausgehe. Es sei wieder attraktiv, in der Stadt zu wohnen.

Um dieses Vorhaben zu realisieren, hatte die Stadt ihre kompletten Planungen im Jahr 2014 umgeschmissen. Hatje war am 6. Januar 2014 erst fünf Tage im Amt, als er den Vertrag mit Semmelhaack schließen konnte. „Es gab die Chance, das alte Kibek-Hochhaus zu erhalten. Die haben wir mit einer großen Kraftanstrengung genutzt.“ Ursprünglich sollte das Sanierungsgebiet von der Krückau aus in Angriff genommen werden.

Semmelhaack hatte das Areal im Dezember 2013 von Frank Sachau gekauft. Im Sommer 2015 wurden die ersten Gebäude abgerissen. Wenige Monate später begannen die Neubauarbeiten. „Die Kosten haben sich von 25 Millionen Euro auf 30 Millionen Euro erhöht“, sagte Annina Semmelhaack. Vor allem der aufwendige Brandschutz im Hochhaus habe zu den Mehrkosten geführt.

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