Selbsthilfe, wenn die Beine zucken

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Gruppe Unterstützung bei Restless-Legs-Syndrom

shz.de von
04. Dezember 2017, 11:41 Uhr

Fünf bis zehn Prozent der Deutschen leiden unter dem sogenannten „Restless-Legs-Syndrom“ (RLS). Bei der neurologischen Erkrankung zucken Beine und Arme im Ruhezustand unkontrolliert. Jürgen Schmidt (Foto), der selbst am RLS leidet, hat in der vergangenen Woche zum ersten Mal eine Selbsthilfegruppe für Betroffene veranstaltet (wir berichteten).

„Das Interesse war groß“, sagt Schmidt. „Es sind 33 Leute zu dem Treffen gekommen – und alle wollen wiederkommen.“ Vor allem der Austausch sei für die Menschen sehr wichtig gewesen. „RLS ist eine sehr einsame Krankheit. Außenstehende können sich nicht vorstellen, wie es ist, wenn man Nacht für Nacht wegen der Zuckungen nicht schlafen kann und verzweifelt durch die Wohnung läuft“, sagt Schmidt. Nur etwa die Hälfte der Anwesenden könne dank richtiger Medikamente ohne Symptome leben. „Die anderen leben in großer Not“, sagt Schmidt. „Ruhig sitzen ist für sie eine Qual, Theaterbesuche oder ein Flug sind unmöglich.“

Viele seien unzufrieden mit der Behandlung ihres Arztes. „Die meisten haben den Eindruck, dass sich die Ärzte mit dieser Krankheit kaum auskennen“, sagt Schmidt.

Das nächste Treffen der Gruppe findet am 14. Februar von 15 bis 18 Uhr im Flora-Zentrum, Schulstraße 50, statt. Bis dahin unterstützt Schmidt auch gerne telefonisch unter der Nummer (0 41 21) 26 97 60 oder per E-Mail: Juka.Schmidt@online.de.

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