Selbstbewusst ins Spitzenspiel

Selbstbewusste Ansagen: Johannes Jermies von den Fighting Pirates.
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Selbstbewusste Ansagen: Johannes Jermies von den Fighting Pirates.

American Football: Johannes Jermies will mit den Fighting Pirates den Tabellenführer aus Düsseldorf schlagen

shz.de von
06. Juli 2018, 13:13 Uhr

An Selbstbewusstsein mangelt es den Footballern der Fighting Pirates nicht. „Es muss unser Ziel sein, ihnen die erste Niederlage beizufügen“, sagt Headcoach Jörn Maier vor dem Heimspiel in der GFL 2 gegen Tabellenführer Düsseldorf Panther.

Wenn heute Nachmittag um 15 Uhr der Kickoff im Krückaustadion erfolgt, steht für die Elmshorner der vorläufige Saisonhöhepunkt in der zweiten Liga bevor, ehe es in die Sommerpause geht. Mittendrin im Geschehen: Johannes Jermies. Der 26-Jährige spielt seit fünf Jahren für die Pirates, ist Stammspieler in der Offense. Vor dem Spitzenspiel ist Jermies optimistisch. „Man hat im Training gemerkt, dass wir gut davor sind. Es ist jedem bewusst, dass wir mal wieder richtig Gas geben müssen“, so der Footballer.

Der bislang verlustpunktfreie Tabellenerste aus Düsseldorf stellt die beste Defense der Liga, die Pirates mit 376 Punkten die stärkste Offense. Den Löwenanteil an diesem herausragenden Wert hat beim Aufsteiger US-Import Khairi Dickson. Mit insgesamt 30 Touchdowns nach neun Spielen hat der Running Back erst jüngst beim 42:28 gegen die Paderborn Dolphins den Vereinsrekord von Pirates-Legende Alex Jakusch (26 Touchdowns pro Saison) pulverisiert. „Er ist ein echter Ausnahmespieler“, huldigt Jermies die Leistungen seines Teamkollegen, der die Spiele oft quasi im Alleingang für Elmshorn entschieden hat.

Dickson ist einer von fünf US-Boys im über 50 Mann starken Kader der Krückaustädter. Ein „Must-Have“ im deutschen Football? „Wenn man erfolgreich sein will, ist es nicht wegzudenken, mit Amerikanern zu spielen“, meint Jermies. Es gebe zwar auch deutsche Spieler, die an dieses Niveau herankämen, „im Schnitt ist das Level bei den Amis aber deutlich höher. Die haben Football im Blut.“

Jermies selbst hat erst mit 21 Jahren angefangen, den Nationalsport aus Übersee zu betreiben. Vorher war er Fußballer bei der SV Lieth, Volleyballer bei der VG Elmshorn und Turner im EMTV. Zu den Pirates sei er durch seinen Freundeskreis gekommen. EFP-Kicker Sören Becker habe ihn mit dem Football-Virus infiziert. „Der Sport wird immer beliebter. Hier hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan“, erzählt Jermies.

Obwohl der Wide Receiver erst im Herrenbereich eingestiegen ist, hat er sich zum Stammspieler bei den Elmshornern entwickelt. Bis dahin sei es aber ein „harter Weg“ gewesen. „Das ganze Spiel-Verständnis aufzubauen, ist unglaublich schwer. Die ersten zwei Jahre habe ich zu 95 Prozent von der Seite aus betrachtet“, erinnert sich Jermies.

Wenn nachher im Krückaustadion das Topspiel der GFL 2-Nord steigt, sieht das schon ganz anders aus. Gegen die Panther aus Düsseldorf wollen die Freibeuter um Jermies & Co. eine weitere Duftmarke setzen. „Mit dem Spiel gegen Düsseldorf beginnt die entscheidende Phase der Saison. Wir können zeigen, dass wir es verdient haben, da oben zu stehen“, so Jermies.

Das Saisonziel des Aufsteigers und aktuellen Tabellendritten sei nach wie vor „Platz vier und besser“. „Und ich bin mir sicher, dass wir das erreichen werden“, ist Jermies überzeugt. An Selbstbewusstsein mangelt es den Pirates ja bekanntlich nicht.



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