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Elmshorner Nachrichten

19. November 2017 | 00:20 Uhr

Seit 40 Jahren für Kölln-Reisiek

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Karin Röder, Bürgermeisterin von Kölln-Reisiek, und ihr Bruder Birger Paulsen gestalten seit 40 Jahren die Dorfpolitik mit

Ihre Erinnerung an ihre erste Gemeinderatssitzung im April 1974? „Nach meinem Empfinden waren es alles alte Herren, die dort saßen“, sagt Karin Röder und lacht leise. Sie darf das, denn vor 40 Jahren war die seit 1997 amtierende Bürgermeisterin noch die erste – und lange Zeit auch einzige Frau in der Kölln-Reisieker Gemeindevertretung. Für die vier Jahrzehnte ehrenamtliche Tätigkeit wurde die Sozialdemokratin nun von ihrem Stellvertreter Ulrich Schley (CDU) zu Beginn der Sitzung am Donnerstag ausgezeichnet.


Einzige Frau unter Männern


Nun vergibt die Gemeinde Kölln-Reisiek keine Ehrennadeln, dafür aber Blumen, eine Flasche Wein und einen Gutschein. Die gleichen Präsente erhielt auch Röders Bruder Birger Paulsen, der ebenfalls vor 40 Jahren in die Dorfpolitik eingestiegen war – im Gegensatz zu seiner Schwester aber zunächst nur als bürgerliches Mitglied im Jugendausschuss. Im Gemeinderat sitzt Paulsen „erst“ seit 1980.

„Das war damals eine Revolution“, sagte Schley zum Ende der Männerherrschaft, an die heute nichts mehr erinnert. Im Gemeinderat sitzen derzeit sieben Frauen und acht Männer.

Das Wirken Röders fasste Schley in wenigen Worten zusammen: „Sie haben viel für die Gemeinde Kölln-Reisiek geleistet. Würdigen kann man dies zu diesem Zeitpunkt eigentlich nicht.“ Als aktuelles Großprojekt nach Bau von Schulsporthalle, Schulerweiterung sowie Errichtung von Bauhof und Tennishaus wartet jetzt der Zukunftskindergarten an der Köllner Chaussee auf seine Fertigstellung bis zum Sommer. All diese Projekte sind auch eng mit dem Namen Birger Paulsen verbunden, der Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses ist. Schley, der sich mit Paulsen auch schon so manch verbalen Schlagabtausch geliefert hat, erinnerte zudem an die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden, als es darum ging, vom Deutschen Fußballbund den Zuschlag für den Kunstrasen-Minibolzplatz an der Grundschule zu bekommen.

SPD-Fraktionschef Peter Lindemann bedankte sich ebenfalls für die Arbeit des Geschwisterpaars. „Das Ergebnis ist ein lebenswertes Kölln-Reisiek voller Spuren, die auch in weiterer Zukunft an euch erinnern werden.“

Der Sekt zum Anstoßen im Anschluss an die Formalien war übrigens alkoholfrei.


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