Segelfreizeit in Kollmar : Seit 30 Jahren auf Erfolgskurs

Die Teilnehmer der Segelfreizeit hatten eine erlebnisreiche Woche in Kollmar.
Die Teilnehmer der Segelfreizeit hatten eine erlebnisreiche Woche in Kollmar.

38 Kinder und Jugendliche üben Theorie und sammeln Praxis auf der Elbe.

shz.de von
28. Juli 2015, 17:30 Uhr

Kollmar | Früher haben sie als Zehnjährige gesegelt, jetzt sind sie als Betreuer mit ihren eigenen Kindern dabei: Harald Frank und Sven Santore. Zum 30. Mal fand die Segelfreizeit für Kinder und Jugendliche am Strand von Kollmar statt. Ins Leben gerufen wurde diese Traditionsveranstaltung von dem Kollmaraner Elmar Sievers.

Die Freizeit wird von der Jugendabteilung des Wassersportvereins Kollmar in Zusammenarbeit mit den Segelvereinen aus Glückstadt, Elmshorn und der Krückaumündung durchgeführt. Seit 28 Jahren ist Volker Steenbock an der Organisation beteiligt: „Jeder Verein stellt Teilnehmer und Helfer. In diesem Jahr sind 38 Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 18 Jahren in Kollmar, die von zehn festen Betreuern angeleitet werden. Es ist eine wunderbare Zusammenarbeit.“

Geleitet wird die Segelfreizeit von dem Kollmaraner Norbert Franzbecker, der zusammen mit Frau und segelnder Tochter das zweite Mal die Fäden in der Hand hält. „In diesem Jahr hat alles super geklappt. Wir hatten tolle Teilnehmer und ein engagiertes Helferteam. Das Wetter spielte mit und das Programm passte.“

Neben dem Leuchtturm wurde in der ersten Ferienwoche das gemütliche Camp eingerichtet mit Zelten für die Teilnehmer, für die Verpflegung und das Material. Etliche Segelschiffe für den Wassersport standen parat. Täglich waren die Teilnehmer vier bis fünf Stunden auf dem Wasser und wurden von den Betreuern mit vier Begleitbooten angeleitet. „Die Anfänger segeln die Optimistenboote, die Fortgeschrittenen auf verschiedenen Jollenbooten, die von den beteiligten Vereinen gestellt werden“, erläutert Franzbecker.

Daneben gab es Theorieunterricht und freies Spiel. Als besondere Programmpunkte wurden in diesem Jahr eine Segelfahrt nach Glückstadt durchgeführt, ein Besuch im Freibad Elmshorn, eine Nachtwanderung mit Taschenlampen und das Lagerfeuer mit Stockbrotbacken und Singen zur Gitarre.

Am Ende steht eine Regatta

Zum dritten Mal dabei ist die Glückstädterin Annika Reimer (16): „Es hat wieder viel Spaß gemacht und ich habe etwas dazugelernt. Besonders das Training hat mir geholfen. Die Trainer haben mir gezeigt, wie ich unser Boot besser trimmen kann, sodass es schneller fährt.“ Lisa Sarwatka (16) segelt seit ihrem siebten Lebensjahr und trainiert zusammen mit Annika im Piratenboot: „Ich fand auch den Unterricht interessant. Jetzt bin ich sicherer bei den Vorfahrtsregeln.“

Den Abschluss der Segelfreizeit bildet eine Regatta. Hier müssen die Teilnehmer unter Wettkampfbedingungen einen Dreieckskurs vor Kollmar segeln und die Tipps der Woche umsetzen. Für die Sieger der verschiedenen Bootsklassen gibt es Pokale.

Norbert Franzbecker blickt zufrieden auf das bunte Teilnehmerfeld: „Viele der Jugendlichen werden im nächsten Jahr wieder dabei sein, aber wir wünschen uns auch immer Nachwuchs. Segeln ist ein tolles Gemeinschaftserlebnis und hier in Kollmar haben wir ideale Bedingungen für diese Traditionsveranstaltung.“

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen