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Brand in Autowerkstatt : Schwarzer Himmel über Elmshorn

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Großfeuer in einer Autowerkstatt im Gerlingweg: Die Brandursache und die Schadenshöhe sind noch unklar. Die Kripo hat Ermittlungen aufgenommen.

von
erstellt am 10.Sep.2015 | 11:00 Uhr

Elmshorn |

Der Himmel über Elmshorn war schwarz: Ein Feuer in einer Autowerkstatt am Gerlingweg hat am Mittwochmorgen für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. „Was zu retten war, haben wir gehalten“, bilanzierte Wehrführer Stefan Mohr um 11.30 Uhr. Knapp zwei Stunden vorher, um 9.15 Uhr, war der Brand in der Halle ausgebrochen. Die etwa 10 mal 20 Meter große mit Blech beplankte Stahlkonstruktion selbst und mehrere Fahrzeuge brannten komplett aus. Ein Übergreifen der Flammen auf die Gebäude der benachbarten Firma Riewesell konnte aber verhindert werden. Verletzt wurde niemand. Lediglich ein Mitarbeiter der Autowerkstatt wurde vorsorglich vom Rettungsdienst untersucht.

Als die ersten Einsatzkräfte an der Unglücksstelle auf dem Hinterhof von Riewesell eintrafen, schlugen die Flammen bereits aus der Halle. Auch mehrere vor dem Schuppen geparkte Autos hatten Feuer gefangen. Der erste Löschangriff mit mehreren Strahlrohren und einem Wasserwerfer galt dem Schutz der benachbarten Gebäude. Auf der Rückseite der Halle wurde die Drehleiter in Stellung gebracht. Um an das Feuer zu gelangen, wurden die Wände zum Teil mit einer Flex aufgeschnitten. Mitarbeiter der Stadtwerke Elmshorn stellten zudem den Strom ab. Zunächst im gesamten Gerlingweg. Nach wenigen Minuten war aber eine Überbrückung möglich, so dass nur der betroffene Bereich ohne Strom blieb.

Wegen der starken Rauchentwicklung war eine Brandbekämpfung ohne Atemschutz nicht möglich. Stefan Mohr alarmierte deshalb zügig weitere Feuerwehren nach. Sowohl die Kameraden aus Horst, Klein Nordende und Uetersen sowie Kräfte des Kreisfeuerwehrverbands rückten an. Mehr als 100 Ehrenamtler kämpften am Ende gegen das Großfeuer. Um die Versorgung sicherzustellen, brachte der Schlauchwagen des Kreisfeuerwehrverbands im Laufe des Einsatzes neue Atemluftflaschen und Schläuche. Mit Nachlöscharbeiten war die Feuerwehr bis 12.40 Uhr beschäftigt. Erst dann konnten alle Kräfte abrücken.

Die Schadenshöhe ist noch unklar. Neben der erst vor wenigen Wochen errichteten Halle wurden zwei Gabelstapler und mehrere Autos komplett zerstört. Die Ursache für das Feuer ist noch unklar. Die Kriminalpolizei Elmshorn hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei rechnet nicht vor heute mit ersten Erkenntnissen.

Der Brand war der zweite Großeinsatz für die Mitglieder der Elmshorner Feuerwehr in dieser Woche. Erst am Montag hatten sie bei dem Brand einer Lagerhalle in Klein Nordende geholfen. Jetzt konnten sich die Kameraden aus der Nachbargemeinde revanchieren.

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