Kommunalwahl 2018 : Schwarz-Grüne Gedanken zur Zukunft Elmshorns

<p>Bürgervorsteher und Fraktionschef? Andreas Hahn (links) und Immo Neufeldt analysieren das CDU-Wahlergebnis.</p>

Bürgervorsteher und Fraktionschef? Andreas Hahn (links) und Immo Neufeldt analysieren das CDU-Wahlergebnis.

CDU und Grüne haben zusammen eine Ein-Stimmen-Mehrheit. Andreas Hahn (CDU) wird als neuer Bürgervorsteher gehandelt.

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08. Mai 2018, 12:00 Uhr

Elmshorn | Im Vergleich zur Kommunalwahl  2013 haben die Elmshorner Christdemokraten leicht verloren. Von den 20 Wahlkreisen konnte die CDU neun gewinnen – die SPD elf. Trotzdem herrschte am Ende eines spannenden Wahlabends  Katzenjammer bei der SPD und Freudentaumel bei der CDU. 32,6 Prozent. 13 Sitze. Stärkste Fraktion. „Wir haben eine tolle Truppe, mit der wir sehr gut arbeiten können“, betont Fraktionschef Immo Neufeldt. 

Noch mehr Verantwortung übernehmen: die CDU ist bereit. „Wir sind in einer guten Position. Gegen uns müssten sich immer drei Parteien finden, um etwas durchzusetzen“, sagt Neufeldt. Um Mehrheiten bemühen, vor dieser Aufgabe steht in Zukunft auch die Elmshorner CDU. 

Beim Thema Bürgervorsteher gibt die CDU den Takt vor. Karl Holbach (SPD) hatte sich nicht mehr zur Wahl gestellt. Ein Nachfolger hätte in jedem Fall gefunden werden müssen. Die CDU hat das Vorschlagsrecht – und mit Andreas Hahn einen erfahrenen Kommunalpolitiker in ihren Reihen, der hinter den Kulissen als erster Anwärter auf das wichtige Amt gehandelt wird. Er genießt auch bei den anderen politischen Parteien Respekt. 1974 wurde Hahn Stadtverordneter, von 1982 bis 2013 war er Fraktionschef der Elmshorner CDU. Allerdings ist Hahn als langjähriger Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses auch der CDU-Experte für den Stadtumbau. Ein Job, den er seit zehn Jahren mit Leidenschaft ausfüllt.      

Hahn müsste  sich wohl entscheiden. Bürgervorsteher und damit höchster Repräsentant der Stadt oder weiter aktiv den Stadtumbau begleiten. Fraktionschef Neufeldt will sich an Personalspekulationen nicht beteiligen. „Das klären wir in aller Ruhe.“

18,3 Prozent und erneut sieben Sitze: Wie gut dieses Ergebnis ist, registrierten die Grünen erst mit ein wenig Abstand. „Wir sind stolz darauf“, sagt Sven Hermann. Obwohl die Linke neu dazugekommen sei, habe man das Ergebnis von  2013  halten können. Die Grünen zählen zu den Wahlgewinnern. Wird Elmshorn jetzt bald eine schwarz-grüne „Regierung“ bekommen? Hermann lacht. „Es gibt viele Optionen. Das ist nur eine davon.“ Die eher projektbezogenen Mehrheiten in der Vergangenheit hätten der Stadt gut getan.

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