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Raumnot in Elmshorn : Schulleiter sehen Handlungsbedarf

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Vor allem Differenzierungsräume fehlen an Elmshorns Schulen.

Elmshorn | Elmshorns Schulen brauchen mehr Platz. 10  000 Quadratmeter mehr verteilt auf alle Schulen wären laut des neuen Raumprogramms der Optimalzustand (wir berichteten). Die Politik sieht die Richtwerte als Maßstab für künftige Bauvorhaben – und keinen sofortigen Handlungsbedarf. Doch wie schätzen die Schulleiter die Lage ein? Ob Gymnasium, Grund- oder Gemeinschaftsschule: Sie sehen Verbesserungspotenzial, verweisen auf fehlende Räume und dadurch unflexible Stundenpläne. Die Schulleiter wissen aber auch: Es fehlt das Geld.

Die Situation an der Grundschule Kaltenweide beschreibt Schulleiterin Cornelia Fürst als eng. Die Schulen seien gebaut worden, als es noch andere Standards gab. Die Inklusion sei nicht bedacht worden. Der Platzmangel habe Folgen: „Die räumliche Enge verursacht bei den Kindern Unruhe und Aggressionen“, betont Fürst und ergänzt: „Wir tun unser Bestes, aber Orte für den Rückzug fehlen. Und den Musikraum bauen wir mittags um – für die Nachmittagsbetreuung..“ An der Grundschule werde aktuell ein neues Raumkonzept erstellt, um die Nutzung zu optimieren.

Bei den Untersuchungen für die neuen Raumrichtwerte wurde in der Boje-C.-Steffen-Gemeinschaftsschule die größte Raumnot diagnostiziert. Deren Leiter Volker Pohlmann beschwichtigt: „Nicht alle Schulen haben plötzlich Raummangel, nur weil das Gutachten mehr Raumbedarf anzeigt.“ Vielmehr seien die Zahlen auf eine zukunftsfähige Gemeinschaftsschule bezogen. „Natürlich hätten wir gern jetzt schon mehr Räume. Uns fehlt zum Beispiel ein Naturwissenschaftsraum.“ Und auch an Differenzierungs- und Gruppenräumen mangele es. „Außerdem ist das Lehrerzimmer zu klein – es gibt keine Lehrerarbeitsplätze“, sagt Pohlmann. „Aber trotzdem können wir vernünftigen Unterricht machen.“

Auch an der Bismarckschule fehle es an Platz, berichtet Direktor Peter Rosteck. Mehr Quadratmeter würden mehr Qualität bedeuten: „Größere Klassenräume bieten eben mehr Flexibilität und mehr Möglichkeiten im Alltag.“ Das gemeinsam mit Verwaltung und Politik erarbeitete Raumprogramm sei langfristig angelegt. „Es ist eben wie es ist. Für mehr Räume müssten wir die Schule schon neu bauen“, sagt der Schulleiter. In der Bismarckstraße 2 gebe es zu wenig Differenzierungsräume, derzeit seien es drei bis vier. Spiele das Geld keine Rolle, würde er 20 weitere dieser Räume bauen. Ab dem kommenden Schuljahr wird es an der Bismarckschule sogar noch enger. Die Stadt hat dem Kreissportverband drei Räume vermietet. „Der Vertrag wurde unterschrieben, bevor wir von den kommenden DaZ-Klassen wussten.“ Zusammenfassend sagt der Direktor: „Wir haben keinen Raum zuviel, kommen aber gerade so hin.“

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