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Elmshorner Nachrichten

24. November 2017 | 01:31 Uhr

Schulen fehlen 10 000 Quadratmeter

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Raumnot Politik beschließt Raumprogrammrichtwerte / Anpassung an neue Maßstäbe würde 23 Millionen Euro kosten

Die Schullandschaft hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt. Das „klassische“ Modell des Frontalunterrichts ist nur noch eine Variante unter vielen. Und statt der altbekannten Haupt- und Realschulen gibt es inzwischen Gemeinschaftsschulen. Außerdem reichen heute acht statt neun Jahre Gymnasium aus, um das Abitur zu bauen. Die neuen Vorgaben aus der Landeshauptstadt haben nicht nur Lehrer und Schüler immer wieder vor Herausforderungen gestellt, auch die Politik muss zusehen, den sich wandelnden Schulprofilen gerecht zu werden. Gut ein Jahr wurde in Elmshorn über neue Raumprogrammrichtwerte an den städtischen Schulen diskutiert. Nun verabschiedeten die Mitglieder des Stadtverordneten-Kollegiums die Eckpunkte.

Silke Pahl von den Grünen machte deutlich, dass das neue Raumprogramm nicht automatisch irgendwelche baulichen Aktivitäten nach sich ziehen wird. Die Richtwerte seien eher eine Wunschliste, die die Politik gemeinsam mit den Schulen erarbeitet hat. Mit dem jetzt vorliegenden Zahlenwerk sollen vor allem „Von-Fall-zu-Fall-Entscheidungen verhindert werden“, so Pahl. Ihr Stadtverordneten-Kollege Arne Klaus (SPD) wies darauf hin, dass das beschlossene Raumprogramm „keine Mindeststandards“ setze, sondern auf einer „zukunftsfähigen Ausstattung“ fuße. Mit Ausnahme der Erich Kästner Gemeinschaftsschule (KGSE) sieht der neue Plan für alle anderen Elmshorner Schulen einen teils erheblichen Flächenbedarf vor.

Gemäß der neuen Raumprogrammrichtwerte listet beispielsweise die Grundschule Kaltenweide einen Bedarf von knapp 1400 Quadratmetern auf, bei der Friedrich-Ebert-Schule liegt der Raumbedarf bei gut 1100 Quadratmetern, und auch die Timm-Kröger-Schule, die Grundschule Hafenstraße, die Astrid-Lindgren-Schule und die Anne-Frank-Gemeinschaftsschule weisen Werte um die 1000 Quadratmeter aus. Spitzenreiter ist die Boje-C.-Steffen-Gemeinschaftsschule mit 1520 Quadratmetern. Insgesamt summieren sich die Bedarfsflächen auf fast 10  000 Quadratmeter.

Sollten alle Raumrichtwerte umgesetzt werden, kämen auf Elmshorn nach derzeitiger Berechnung Kosten in Höhe von über 23 Millionen Euro zu. Doch diese Rechnung ist aufgrund der Finanzlage der Stadt eher theoretischer Natur. Denn wie schon erwähnt: Ein bauliches Muss ziehen die neuen Richtwerte nicht nach sich.

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