Elmshorn : Schul-Banker gewinnen 4000 Euro

Die erfolgreichen Schüler-Banker der Bismarckschule gewannen den zweiten Platz bei einem internationalen Wettbewerb:  Philipp Schwartz-Hafter (v. l.), Antonia Kähler, Alexander Eßer, Christian Rostock und Claas Röbe-Oltmanns.
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Die erfolgreichen Schüler-Banker der Bismarckschule gewannen den zweiten Platz bei einem internationalen Wettbewerb: Philipp Schwartz-Hafter (v. l.), Antonia Kähler, Alexander Eßer, Christian Rostock und Claas Röbe-Oltmanns.

Fünfköpfige Gruppe der Bismarckschule startete sehr erfolgreich bei internationalem Wettbewerb mit 3700 Teilnehmern

shz.de von
14. Mai 2014, 16:00 Uhr

Elmshorn | Eine Banklehre möchte keiner von ihnen machen. Doch wenn sie es wollten, hätten sie sicher beste Chancen, eine Lehrstelle zu bekommen. Denn dass sie wissen, wie das Bankgeschäft läuft, haben fünf Zwölftklässler der Elmshorner Bismarckschule bewiesen. Sie erreichten unter 3700 Teilnehmern in 790 Gruppen den zweiten Platz beim internationalen Schul/Banker-Wettbewerb in Berlin. Der Lohn der guten Leistung: 4000 Euro für die Schule.

Für die Bismarckschule waren Philipp Schwartz-Hafter, Alexander Eßer, Antonia Kähler, Christian Rostock und Claas Röbe-Oltmanns als Bismarck-Bank am Start. In der ersten Runde wurde nach Schulschluss von November bis Februar per Internet gearbeitet. Es ging um Aktienkäufe und -verkäufe, ums Festlegen von Zinssätzen, um Kreditvergaben. . .

Das machten die Bismarckschüler so gut, dass sie in die Endrunde kamen. Die fand an drei Tagen in Berlin und Potsdam statt. Von 20 Teams schafften die Bismarck-Banker den zweiten Platz. „Das war schon toll“, sagte Philipp Schwartz-Hafter.

Schulleiter Peter Rostock freute sich mit seinen Schülern: „Die Schule ist sehr stolz.“ Der zweite Platz sei besonders hoch zu bewerten, da die Bismarckschule, im Gegensatz zu den anderen preisgekrönten Teams, keine Erfahrung in dem Wettbewerb gehabt habe. Zum Vergleich: Die drittplatzierte Schule nahm bereits zum neunten Mal teil.

Auf die Idee, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen, hat WiPo-Lehrer Peter Semlies das Quintett gebracht. „Man versteht jetzt viel besser, was in den Banken passiert“, sagt Philipp Schwartz-Hafter.

Organisiert wurde das Planspiel vom Bankenverband. Und die Organisatoren ließen sich nicht lumpen. Die Bismarck-Banker konnten sich über 4000 Euro für ihren zweiten Platz freuen. Über das Geld können sie allerdings nicht selbst verfügen, sondern müssen sich mit der Schule abstimmen. 3000 Euro werden für die Aula zur Verfügung gestellt. Dort muss noch eine Leinwand angeschafft werden. 1000 Euro werden gespendet. „Banker haben ja nicht so einen guten Ruf. Wir wollten deshalb etwas Gutes tun“, so die Schüler. Je 500 Euro erhalten deshalb das Kinder-Hospiz Sternenbrücke und die Elmshorner Frischlinge. Sollte im kommenden Schuljahr erneut eine Gruppe von Bismarckschülern Interesse an dem Wettbewerb haben, wollen die erfolgreichen Schulbanker ihr Wissen weitergeben und ihre Nachfolger beraten.

Und auch beruflich wird das jetzt Erlernte zum Teil genutzt werden. Einige Bismarck-Banker wollen nach dem Abitur im kommenden Jahr Betriebswirtschaft studieren.

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