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Elmshorn : Schüler wollen eine Stadt-Schul-Zeitung

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Jugendliche Vertreter Elmshorner Schulen tagten und haben das Ziel: Jugendtreff, mehr Mitarbeit junger Schüler und stadtweite Schülerzeitung.

shz.de von
erstellt am 21.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Elmshorn | „Wir interessieren uns für die Probleme, die die jungen Leute an Elmshorner Schulen beschäftigen.“ Das ist die Prämisse des Kinder-Schüler-Jugend-Vertretungs-Beirates, kurz KSJVB. Jugendliche Vertreter Elmshorner Schulen tagten in diesem Gremium jüngst und besprachen ihre akuten Probleme und Vorhaben. Neben der Weiterentwicklung des Konzeptes eines Jugendcafés stand auch die Idee einer stadtweiten Schülerzeitung auf der Agenda des Treffens.

Die Kommunalpolitik hatte in einer der vergangenen Sitzungen den Antrag auf Fördermittel für ein Jugendtreff zwar noch zurückgewiesen, doch die Elmshorner Schüler geben ihre Idee nicht auf. „Wir haben in den vergangenen Wochen weiter an geforderten Details und einer nachhaltigen Konzeption gearbeitet“, sagt der KSJVB. Ähnlich wie Szene-Gastronomen ihre Läden ausstatten soll auch der Treff der Jugendlichen eingerichtet werden. „Ein leichter Lounge-Charakter schwebt uns vor“ sagt Schülerin Stine Fromke. Das Interieur solle junge Leute gleichermaßen wie ältere Heranwachsende ansprechen.

Nächster Punkt der Sitzung: Mini Schülervertretung. Anna-Lotta Sowada dazu: „Wir möchten die Kleinen zu mehr Mitbestimmung und Mitwirkung bewegen.“ Ihre Bedürfnisse unterschieden sich deutlich von den älteren Schülern und seien in den Schülervertretungen der Schulen aktuell nur unzureichend berücksichtigt. An der Erich Kästner-Gemeinschaftsschule gäbe es solch eine Mini-SV. Anhand der dort gemachten Erfahrungen könnten andere Schulen anknüpfen.

Natürlich durfte auch der Humor bei einer Gremiumssitzung nicht fehlen. Für die anstehende Faschingssaison planen die Schüler eine schulübergreifende Faschingsfete aller Unterstufen. „Diskjockey, Knabberkram und jede Menge Spaß. Aber nicht in der Schule“, sagen die jungen Leute. Ein passender Ort sei noch nicht gefunden. Über Tipps sowie Sponsoren für Getränke und Co. würden sich die Schüler freuen.

Scheu vor schwierigen Themen abbauen

Aber auch die „harten“ politischen Themen wurden nicht ausgelassen. Wie zum Beispiel der Umgang mit den Flüchtlingen in Elmshorn. „Die Scham bei vielen Menschen, Spenden von Fremden anzunehmen sei nach wie vor sehr groß. Wir müssen schauen, wie wir dieser Scheu entgegentreten“, sagte Alina-Marie Bornholt. Vor allem die Sprachdifferenzen seien ein Problem. „Das ist ein schweres Thema, aber wir werden versuchen, vor allem die Flüchtlingskinder schnell und intensiv in Elmshorn ankommen zu lassen“, so Alina-Marie Bornholt. Auf Basaren, so ein Beispiel der Schüler, könnten Flüchtlinge ungezwungen und ohne Scham Sachspenden entgegennehmen und sich mit Deutschen austauschen.

Einen großen Rahmen der Sitzung nahm die Idee einer stadtweiten Schülerzeitung ein. Bisher hat jede Schule ein eigenes Magazin, das mal mehr, meist weniger häufig erscheint. Die Idee des KSJVB, alle Engagements Elmshorner Jungjournalisten in einem Blatt zu konzentrieren und regelmäßig eine Zeitung herauszubringen, stieß bei der Sitzung auf großes Interesse.

Auch Grundschulen könnten sich mit Ideen beteiligen. Das Grobkonzept wird in nächster Zeit in jeder Elmshorner Schule vorgestellt. Mitmachen könne dann jeder, der Lust auf schreiben oder fotografieren hat. Ein möglicher Sitzungsraum der einzurichtenden Redaktion könne im geplanten Jugendcafé umgesetzt werden. „Zwei Fliegen mit einer Klappe“, so der weitsichtige Ansatz der Schüler. Anfang kommenden Jahres soll die erste Ausgabe gedruckt werden.

KSJVB - hinter diesem Buchstabenmonster verbirgt sich der Kinder-Schüler-Jugend-Vertretungs-Beirat. 2010 ins Leben gerufen, kümmert sich der Zusammenschluss von Schülervertretungen aller weiterführenden Schulen sowie des Kinder- und Jugendbeirats aus Elmshorn um all das, was ihnen im täglichen (Schul)-Leben wichtig ist.
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