Sie sind echte Technik-Freaks : Schüler aus Elmshorn entwerfen Roboter

Schüler des Wahlpflichtkurses „Programmierung und Robotik“ mit Lehrer Swen Kunstmann (hinten, 4. v. r.) sind stolz auf ihre selbst gebauten Roboter und die in Kiel „abgeräumten“ Preise.
Schüler des Wahlpflichtkurses „Programmierung und Robotik“ mit Lehrer Swen Kunstmann (hinten, 4. v. r.) sind stolz auf ihre selbst gebauten Roboter und die in Kiel „abgeräumten“ Preise.

Bismarckschüler entwerfen Roboter, die autonom handeln und Aufgaben erfüllen. Zwei Gruppen werden mit Preisen in Kiel geehrt.

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23. Juni 2015, 16:45 Uhr

Elmshorn | Um mit dem Ende eines langen Planungs- und Arbeitsprozesses zu beginnen: Bismarck-Schüler des Wahlpflichtkurses „Programmierung und Robotik“ traten mit zwei Gruppen beim landesweiten Robothlon-Wettbewerb gegen 14 Schulen mit über 164 Schülern an und wurden mit einem dritten und einem vierten Platz ausgezeichnet. Hier galt es innerhalb von acht Wochen mit speziellen „Lego Mindstorm-Baukästen“ (gestellt vom Land und dem Förderverein der Schule) Roboter zu bauen und so zu programmieren, dass sie eigenständig vorgegebene Aufgaben in unterschiedlichen Schwierigkeitslevels erfüllen können. „So hatten bei der Disziplin ‚Labyrinth‘ zwei Roboter ein Sackgassengewirr zu durchfahren“, berichtet Swen Kunstmann, Lehrer für Mathematik, Physik und Informatik. „Immer wieder gab es neue Probleme zu meistern. Die Lösungsideen führten zu Umbauten oder Ergänzungen der Roboter und die Programme mussten von den Schülern immer wieder angepasst und verbessert werden.“ Es hat sich gelohnt. Die Schülergruppe wurde mit dem dritten Platz belohnt.

Auch für die Disziplin „Staffellauf“ galt es mit viel Kreativität, vier Roboter in möglichst kurzer Zeit von A nach B zu befördern und dabei als „Staffelübergabe“ einen tischtennisgroßen Ball von einem zum nächsten Roboter zu übergeben. Hier gab es den vierten Platz.

Anspruchsvoll war auch die Aufgabe, vier Roboter in einer dreidimensionalen Choreografie zu Musik bewegen zu lassen und passend zu kleiden. Die Schüler wählten einen Soundtrack aus dem Kinofilm „Star Wars“ und entwarfen Darth Vader- und Yoda-Roboter – sie wurden zwar nicht mit einem Preis geehrt, haben aber spektakuläre tanzende „Hingucker“ entworfen.

„Die Schüler waren mit Feuereifer bei der Sache und blieben sogar freiwillig länger in der Schule, um die Roboter zeitgerecht fertigzustellen“, lobt Kunstmann.

Bei der Präsentation in Kiel seien alle sehr aufgeregt und gespannt gewesen, wie wohl die anderen Teams ihre Roboter gebaut und programmiert hätten, erzählen die Schüler und erinnern sich an den Stress, der entstand, als sie feststellten, dass beim „Staffellauf“ die Seitenbegrenzungen vor Ort tiefer als in der Wettbewerbsausschreibung angegeben waren. „Also mussten wir die Roboter noch kurz vor Start umbauen.“

Man habe viel Spaß gehabt, sind sich die sechs Mädchen und 13 Jungen einig. Und: Die erworbenen Kenntnisse könne man auch gut zu Hause anwenden.

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