Schröder für Sparrieshooper Kirchbau

Ole Schröder (5. von li.) unterstützt das Kirchbauprojekt. Foto:  asb
Ole Schröder (5. von li.) unterstützt das Kirchbauprojekt. Foto: asb

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05. Februar 2011, 06:20 Uhr

Sparrieshoop | Die Kirchengemeinde Sparrieshoop bekommt prominente Unterstützung für einen Kirchenneubau. Der Bundestagsabgeordnete Ole Schröder (CDU) stattete der Sparrieshooper Bürgermeisterin Petra Geb-hardt, Pastor Andreas Pawlas und seinem Kirchenvorstand einen Besuch im Gemeindehaus ab. Daran nahmen auch der Vorsitzende der Aktiv-Region Pinneberger Marsch & Geest, Jürgen Manske, und Mathias Günther als Regionalleiter der AktivRegion teil.

Schröder hat sich vorgenommen, diese in die Finanzierung des Kirchenprojekts einzubinden und ist dabei auf eine für ihn unerwartete Schwierigkeit gestoßen: Kirchen und andere Körperschaften öffentlichen Rechts können nicht mit den Mitteln aus dem Topf der "Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" gefördert werden. Das will Schröder ändern.

"Ich finde es toll, dass mal wieder eine Kirche gebaut wird", lobte der Bundestagsabgeordnete das Engagement der Elmshorner Nachbargemeinde. "Kirchen spielen für die Dorfgemeinschaft eine wichtige Rolle und hier wird vorbildliche Arbeit geleistet", sagte Schröder weiter. "Ich konnte es nicht glauben, dass es nicht möglich ist, den Bau von Kirchen zu fördern. Warum das so ist, weiß keiner. Aber das werde ich herausfinden und gemeinsam mit den Ländern ändern."

Die AktivRegion unterstützt jährlich etwa 30 Projekte, zum Beispiel als Leuchtturmprojekt. Bei diesen können bis zu 750 000 Euro oder 55 Prozent der Nettokosten übernommen werden. Das wäre auch eine Option, um die sich Pastor Pawlas bemüht. Zwar will er im wahrsten Sinne die Kirche im Dorf lassen - der Neubau soll unmittelbar neben dem bestehenden Kirchenbau errichtet werden -, aber auch er denkt mit seinem Kirchenvorstand über die Nutzung von klimafreundlichen Energieformen nach. Und das könnte durchaus ein Förderkriterium für die AktivRegion sein. Der Kirchenneubau soll laut Planungen bis zu 1,5 Millionen Euro kosten. Von der Bürgermeisterin wird Pawlas keine Gelder bekommen, da Sparrieshoop in diesem Jahr einige große Projekte durchführe, signalisierte Gebhardt. Auch der Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf wird keine Zuschüsse gewähren. "Wir stehen dort auf dem vorletzten Rang, nämlich Platz 42 der Warteliste für Kirchenrenovierungen. Aktuell verfügen wir über 200 000 Euro aus Spenden und Kollekten", sagte Pawlas. "Daher wäre es für uns sehr wünschenswert, wenn wir aus den Töpfen der AktivRegion Geld bekämen." Und das ist gar nicht so unwahrscheinlich. "Nach unserem Wissen ist es im restlichen Europa durchaus möglich, dass Kirchen gefördert werden. Das ist also eine deutsche Sonderregelung, die durchaus gekippt werden könnte", so Manske.

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