zur Navigation springen
Elmshorner Nachrichten

18. Dezember 2017 | 08:49 Uhr

Schokoladen-Fälle im Saalbau

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Schüler aus der achten Klasse der Waldorfschule spielen „Charlie und die Schokoladenfabrik“ / Heute findet noch eine Vorstellung statt

Es gibt Kohlsuppe. Mal wieder. „Kohlsuppe, Kohlsuppe“, rufen die vier Alten, die sich gemeinsam ein Bett teilen müssen. „Ich habe heute auch ein paar leckere Kartoffeln reingetan. Heute ist schließlich Sonntag“, sagt Lotta, die Charlies Mutter spielt.

So startet das Theaterstück Charlie und die Schokoladenfabrik, das zurzeit an der Waldorfschule aufgeführt wird. Charlie, ein Junge aus ärmlichen Verhältnissen, darf darin zusammen mit vier anderen Kindern die Schokoladenfabrik der Brüder Willy und Billy Wonka besichtigen und entdeckt dabei so manche Kuriosität. So denken sich die Schokoladenfabrikanten laufend merkwürdige Süßigkeiten aus. Eine ableckbare Tapete etwa, oder ein Kaugummi, das nach Tomatensuppe und Rinderbraten schmeckt. „Ich will auch so ein Kaugummi“, hört man es im Publikum in der ersten Reihe murmeln.

Bei der Aufführung am Vormittag sitzen vor allem Schüler, Lehrer und Mitarbeiter der Schule im Publikum. Auch Eltern sind gekommen. Einige von ihnen haben an dem Stück mitgearbeitet, denn das jährliche Theater sei ein großes Gemeinschaftsprojekt, sagt der Geschäftsführer der Waldorfschule Nils Holthusen. Im Mittelpunkt steht aber die achte Klasse, die nicht nur das Schauspielern übernimmt, sondern gemeinsam mit Lehrern und Eltern auch Kulissen gebaut, Requisiten organisiert und Kostüme genäht hat. Auch das Stück durfte die Klasse aussuchen. Die Schüler wählten Charlie und die Schokoladenfabrik, „weil wir gern etwas Lustiges spielen wollten“, wie es im Programmheft heißt.

Lustig ist das Stück tatsächlich. Das liegt auch an den Schülern der zweiten Klasse, die als Umpa-Lumpas, eine Art Miniaturfabrikarbeiter, über die Bühne wuseln und dafür lauten Applaus erhalten. Das besondere an der Geschichte sind aber die vielen magischen Details, womit Yuri und Aaron als Wonkabrüder dem Zuschauer einen kindlichen und verspielten Blick auf die Welt gewähren. Sie nennen zum Beispiel einen Schokoladenwasserfall die einzig richtige Methode, Schokolade zu mischen.

Zwischen solch verrückten Ideen sagen die kauzigen Fabrikbesitzer aber auch manch einen Satz, der den Besucher ins Grübeln bringen könnte. Etwa wenn es um hässliche Fabrikenbauten geht und die Wonkas sagen: „Wir wollen, dass alle Räume in unserer Fabrik schön sind. Denn Hässlichkeit können wir nicht ausstehen.“


Die nächste Vorstellung findet am heutigen Sonnabend um 18 Uhr im Saalbau der Elmshorner Waldorfschule, Adenauerdamm 2, statt.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen