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Wer weiß was? : Schönheiten und Männerrunden

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Mit der Aktion „Wer weiß was?“ vom Stadtarchiv und den EN machen sich Elmshorner auf Spurensuche in die Vergangenheit ihrer Stadt.

Die neue Aktion „Wer weiß was?“ hat gezündet. Die Leser der Elmshorner Nachrichten haben sich nicht nur über die historischen Bilder in der Zeitung gefreut, sie konnten den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Stadtarchivs eine ganze Reihe von hilfreichen Informationen geben. „Die Resonanz ist wirklich gut, wir haben viele tolle Hinweise bekommen“, sagt der ehrenamltiche Archivmitarbeiter Arno Freudenhammer. Er schätzt, dass sich allein zu den in unserer Zeitung veröffentlichten Fotos mehr als 60 Leser mit konkreten Tipps gemeldet haben.

Zwar gelang es nicht immer, die alten Bilder genau zu datieren und die Namen aller Abgelichteten zu ergründen, doch bei den meisten „Schätzen aus dem Archiv“ konnte etwas mehr Licht ins Dunkel der Vergangenheit gebracht werden.

Wie unterschiedlich der Erfolg sein kann, zeigen die beiden Fotos unten rechts auf dieser Seite: Wer die „Rocking Guitars“ und das Schlagzeug der Band „Rascals“ spielten bleibt weiterhin unbekannt, es gibt lediglich die Vermutung, dass es sich beim zweiten Musiker von links um Kai Kienast handeln soll.

Dagegen ist die Herrenrunde im gekachelten Weinstübchen des Mühringschen Hauses (heute Stadttheaterkasse in der Stadtbücherei) jetzt fast zweifelsfrei bekannt: Die Wirtin Elke Möller, geb. Möhring, bedient Gerd Börnsen (v. l.) von der Panje-Drogerie (heute „Blume 2000“), Helmut Meyn (Elektrohaus Meyn), Heinz Timme (Foto-Fischl), Buchhändler und späteren Ehrenbürger der Stadt Elmshorn Boje C. Steffen und den Weinhändler Otto Möhring.

Mit dem Rücken zum Fotografen soll Benno Kroll, Buchautor und Journalist, sitzen. Zweifel bestehen, ob es sich tatsächlich um Helmut Meyn handelt, denn andere Elmshorner glauben stattdessen, den Ehemann von Elke Möller, „Puschi“ Möller zu erkennen.

Unstimmig ist auch die Beschriftung des Fotos vom Schreibwarenladen. Einige Betrachter ordnen es Frau Jensen in der Peterstraße zu, andere wollen Margarethe Müller in ihrem Geschäft in der Schulstraße erkennen. Der abgebildete Mann als Kunde soll unstrittig Schneidermeister Großkurth aus der Mühlenstraße sein.

Und noch ein paar Hinweise: Der Mann, der rasiert wird, ist Wilhelm Praekelt; bei dem Foto mit dem Wäschewagen soll es sich um eine Art Messe auf der Trabrennbahn gehandelt haben, und auf dem Foto mit der Lokomobile, die von Pferden gezogen wird, handelt es sich um den Bauerweg. Zu erkennen ist die Kaffeerösterei Franz Czernewitz, Bauerweg 7. Die gesamte Häuserzeile wurde beim Bombenangriff 1943 zerstört. Es geht auch nicht um eine Lokomobile, sondern um einen Brennkessel, der dann weiter durch die Lindenstraße zur Lederfabrik Christain Rostock in der Mühlenstraße 18 gezogen worden ist.

Bei den beiden zuletzt in dieser Zeitung veröffentlichten Bilder handelte es sich um Aufnahmen vom Abschlussfest der Schiffbauer und Bürogehilfen im April 1955 im „Turnerheim“. Die Namen aller jungen Männer sind bekannt, bei der Aufnahme mit den Bürgehilfeninnen stehen fast alle Namen fest. Der Herr in ihrer Mitte ist Lehrer Dr. Robert Ziesche, der Stenographie und Maschineschreiben unterrichtete.

Diese und alle anderen veröffentlichten Bilder sind im Internet unter www.stadtarchiv-elmshorn.de, Rubrik „Wer-Weiß-Was“, zu finden. Zudem gibt es eine Fotogalerie unserer Zeitung unter www.elmshorner-nachrichten.de.

Und die Aktion „Wer weiß was?“ wird fortgesetzt. Neue weitere Fotos aus der Vergangenheit werden in dieser Zeitung vorgestellt. Heute auf dieser Seite: Der „Gasthof Friedrichshulde“. Und selbstverständlich sind auch Informationen über das Foto mit den Kutschen auf der Seite 1 der heutigen Ausgabe gefragt. Wer darüber etwas weiß, kann es den Spurensuchern aus dem Stadtarchiv mitteilen via Internet unter www.stadtarchiv-elmshorn.de, oder schriftlich unter der Anschrift „Stadtarchiv Elmshorn, Schulstraße 36, 25335 Elmshorn“, sowie telefonisch unter der Rufnummer (0 41 21) 23 12 71. Das Stadtarchiv ist für Publikumsverkehr immer montags von 8.30 bis 12 Uhr oder nach telefonischer Absprache geöffnet.

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erstellt am 07.Feb.2014 | 16:00 Uhr

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