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Sanierungspläne für Hochhaus : Schöner wohnen im Teppich-Haus

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Elmshorner Immobilienunternehmen Semmelhaack kauft ehemaliges Stammhaus des Teppich-Giganten Kibek an der Reichenstraße.

shz.de von
erstellt am 09.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Was wird aus dem Kibek-Hochhaus? Diese Frage sorgte nach dem Umzug des Einrichtungshauses an den Autobahnzubringer am Franzosenhof vor sieben Jahren für eine Menge Spekulationen und Gerüchte in der Stadt. Darunter waren ein möglicher Sitz der Pinneberger Kreisverwaltung, das Elmshorner Rathaus, ein Büro- und Geschäftshaus für Unternehmen wie dem Mineralölkonzern Orlen. Dieser Hokuspokus ist seit gestern zu Ende. Das Elmshorner Immobilienunternehmen Semmelhaack hat das 14-geschossige Haus kurz vor Weihnachten vom Teppich-Kibek-Chef Frank Sachau gekauft. Das teilten die Stadt Elmshorn und der neue Eigentümer gestern in einer gemeinsamen Mitteilung an die Medien mit. Im Hochhaus selbst und auf dem Gelände will der neue Eigentümer bis zu 180 seniorengerechte Wohnungen entstehen lassen.

Was für ein Coup? In den vergangenen Jahren sprach Kibek-Chef Frank Sachau immer wieder von Investoren, die großes Interesse an seinem ehemaligen Stammhaus zeigten. Über Gespräche kamen die Verhandlungen aber letztlich nicht hinaus. Jetzt die Wende. Ein Elmshorner übernimmt das Elmshorner weithin sichtbare Bekanntheitsmerkmal – das Kibek-Hochhaus. Theodor Semmelhaack, der gesellschaftlich zurückhaltende Immobilien-Gigant schlägt erneut zu. Wieder kurz vor Weihnachten. Erst Ende 2012 sicherte sich das Unternehmen die Quartiers-Entwicklung auf dem ehemaligen Gelände des Hauses Elbmarsch am Sandberg. Dort sollen bis Anfang 2015 rund 230 Wohnungen entstehen. Ein Teil wird öffentlich gefördert.

Mega-Deal für Semmelhaack

Und nun erneut ein Mega-Deal für Semmelhaack. Bis zu 180 Wohnungen sollen in den kommenden Jahren an der Reichenstraße entstehen – vor allem Wohnraum für Senioren. Ein- bis Zwei-Personenhaushalte hat Semmelhaack im Fokus. "Es gibt einen erheblichen Bedarf an kleinen Wohnungen", erklärt Helmut Weigelt, Leiter des Kibek-Projektes. Außerdem sei die Lage des Hauses für solch eine Nutzung ideal. Zentral, mit Bus-Anschluss vor der Tür und Einkaufsmöglichkeiten in der City.

Was kommt? Das Wohnungsunternehmen beabsichtigt, das Hochhaus grundlegend zu sanieren. "Pro Geschoss werden zukünftig vier bis fünf Haushalte untergebracht werden können", sagt Weigelt. Maximal 80 Einheiten auf allen Etagen. Das schaut nach wenig aus, sei aber aufgrund der geringen Etagenflächen die effektivste Lösung. Das Staffelgeschoss auf dem Dach mit dem ehemaligen Büro der Kibek-Geschäftsführung bleibe erhalten. Ebenso die markante Fassade mit dem roten Klinker. "Wir werden uns bemühen, das Erscheinungsbild zu bewahren", sagt Weigelt. Dabei sei besonders viel im Bereich der Energieeffizienz zu tun.

Die benachbarten Verkaufshallen werden abgerissen. Auf den frei werdenden Grundstücksflächen sollen bis zu fünfgeschossige Wohngebäude mit bis zu 100 Wohnungen entstehen.

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