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Netzausbau in Elmshorn : Schnelles Internet für über 25.000 Haushalte

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

VDSL-Vectoring-Ausbau der Telekom in Elmshorn geht voran. Telekom und Kabel Deutschland verlegen ein Glasfasernetz an 120 Aufgrabebaustellen. Zeitliche Abstimmung nicht immer gewährleistet.

Elmshorn | Ab Herbst soll der Verkehr auf Elmshorns Internet-Datenautobahn schneller fließen: Die Stadt hat den VDSL-Vectoring-Ausbau für 25.100 Haushalte mit der Telekom vereinbart, wie das Unternehmen mitteilte. Damit sollen im Vorwahlbereich 04121 ab Mitte des vierten Quartals 2015 Zugänge zu schnellen Internet-Anschlüssen  möglich sein. Die Telekom spricht von Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) im Download. Zum Ausbaugebiet 04121 gehören die Stadt Elmshorn sowie die Gemeinden Altenmoor, Horst, Kiebitzreihe, Klein Nordende, Klein Offenseth-Sparrieshoop, Kölln-Reisiek, Neuendorf, Raa-Besenbek und Seeth-Ekholt. „Schnelles Internet ist ein absolut wichtiger Standortfaktor für eine Stadt“, sagte Bürgermeister Volker Hatje. Er freut sich  über den VDSL-Vectoring-Ausbau. Dennoch halte er Vectoring nur für eine Übergangslösung. „Langfristig wird ein Glasfasernetzausbau bis zu den Häusern Thema sein, weil immer schnellere Surfgeschwindigkeiten benötigt werden.“ Die Stadtwerke Elmshorn seien diesbezüglich in Gewerbegebieten und Neubaugebieten im Einsatz. In eine Konkurrenzsituation wolle man jedoch nicht treten.

Elmshorns Internet soll schneller werden. Dafür sind die Telekom und das Vodafone-Unternehmen Kabel Deutschland seit März verstärkt in der Stadt auf Gehwegen am Buddeln. 120 Aufgrabebaustellen hat das Flächenmanagement der Stadt Elmshorn genehmigt. An zirka 15 Baustellen wie in der Stormstraße, Hainholzer Damm und Ollerlohstraße laufen noch die Arbeiten. Bis Ende September sollen die Projekte beider Unternehmen abgeschlossen sein.

Seitens der Telekom werden im Rahmen des VDSL-Vectoring-Ausbaus Tiefbauarbeiten durchgeführt. Glasfaserkabel werden von den Vermittlungsstellen an die Schaltgehäuse verlegt und die Vectoring-Technik in den Kästen installiert. Den Ausbau für 25.100 Haushalte hat die Stadt Elmshorn nach Angaben der Telekom mit dem Unternehmen vereinbart. Je nach Entfernung zum Schaltgehäuse sollen dann Surfgeschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde erreicht werden.

„Damit sind im Vorwahlbereich 04121 ab Mitte des vierten Quartals 2015 Zugänge zu sehr schnellen Internetanschlüssen möglich“, heißt es seitens der Telekom. Die Umlandgemeinden Altenmoor, Horst, Kiebitzreihe, Klein Nordende, Klein Offenseth-Sparrieshoop, Kölln-Reisiek, Neuendorf, Raa-Besenbek und Seeth-Ekholt gehörten außerdem zum Ausbaugebiet 04121. An einzelnen Stellen ist auch Kabel Deutschland am Graben, um neue Glasfaserkabel zu verlegen und vorhandene Netzkapazitäten zu erweitern.

Kosten liegen bei den Unternehmen

Nach dem Telekommunikationsgesetz sowie dem Straßen- und Wegerechts „sind wir verpflichtet, sie im Rahmen der Daseinsvorsorge Leitungen verlegen zu lassen“, erläutert Petra Langefeld, Leiterin des Flächenmanagements der Stadt Elmshorn. Die Kosten tragen die Unternehmen laut Langefeld selbst.

Acht Kilometer Gehweg werden laut Ole Reimer, Straßenbaumeister beim Flächenmanagement, auf diese Weise geöffnet und wieder verschlossen. „Wir können es nicht verbieten, sondern nur den Wunsch äußern, dass sie zusammenarbeiten“, sagt Reimer. Im Dezember seien die ersten Anträge beider Telekommunikationsunternehmen eingegangen. „Wenn wir zeitgleich Anträge vorliegen haben, versuchen wir zu vermitteln“, sagt Langefeld.

Doch genau an diesem Punkt scheint es seitens der Unternehmen zu hapern. Am Hainholzer Damm sei der Gehweg an denselben Stellen von beiden Unternehmen innerhalb weniger Wochen zweimal geöffnet und nach den Arbeiten wieder verschlossen worden. Dafür haben nicht alle Bürger Verständnis. Mit Beschwerden, Anrufen, einem „Shitstorm“ in sozialen Netzwerken hätten die Behördenmitarbeiter laut Langefeld zu kämpfen. Doch auch für die Mitarbeiter des Flächenmanagements sei es eine Doppelbelastung, zweimal Baumaßnahmen an derselben Stelle zum selben Zweck zu überwachen und zweimal eine komplette Oberflächenabnahme zu leisten. Straßenbaumeister Reimer amüsiert das nicht.

Die Kabel-Deutschland-Pressereferentin Heike Koring erklärt, die Koordination sei abhängig von unterschiedlich aufwändigen Planungsphasen, Umfang der Arbeiten, Kenntnis der Arbeiten anderer Infrastrukturbetreiber und sei nicht immer möglich. Doch die Mitarbeiter des Flächenmanagements betonen, dass die Zusammenarbeit der Unternehmen außer am Hainholzer Damm an allen Aufgrabebaustellen in der Stadt funktioniert habe. Weitere Anträge der Telekommunikationsunternehmen lägen laut Langefeld derzeit nicht vor.

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