Breitband : Schnelles Internet für fünf Millionen Euro

Angelika Poggensee (rechts) übernahm die Einführung in das Breitband-Projekt im Amtsbereich Hörnerkirchen. Foto: Wittmaack
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Angelika Poggensee (rechts) übernahm die Einführung in das Breitband-Projekt im Amtsbereich Hörnerkirchen. Foto: Wittmaack

Amt Hörnerkirchen will in Breitbandausbau investieren. Studie in Auftrag gegeben.

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26. April 2013, 08:48 Uhr

Westerhorn | Seit Jahren ist die schlechte Breitbandversorgung ein Dauerthema in Hörnerkirchen. In weiten Teilen des Amtsbezirkes müssen Internet-Nutzer gute Nerven besitzen oder viel Zeit mitbringen. Lediglich im Westerhorner Ortskern, wo ein Verteilerkasten der Telekom für einen schnelleren Empfang sorgt, ist der Zugang ins weltweite Netz kein ernstes Problem. In Zukunft soll auch in Bokel, Osterhorn und Brande-Hörnerkirchen vom schnellen Internet nicht nur geträumt werden. Alle vier Gemeindevertretungen haben beschlossen, die Vorbereitungen zum Ausbau der Breitbandversorgung auf den Weg zu bringen.

Am Mittwochabend trafen sich die Lokalpolitiker der vier Amtsgemeinden im Westerhorner "Lindenhof", um das Projekt voranzutreiben. Mit dabei waren auch drei Experten. Thies Meister von der Netzkontor Nord GmbH aus Flensburg steht dem Projekt als Technik- und Finanzberater zur Seite, für die rechtliche Beratung wurde Professor Marius Raabe von der Kanzlei Weißleder-Ewer mit ins Boot geholt. Die Hamburgerin Angelika Poggensee hat die Verwaltungsbegleitung übernommen, nachdem die Förderzusage des Projekts eingetroffen war. Aufgrund einer Machbarkeitsstudie wurden Zuschüsse in Höhe von 81 750 Euro beantragt und bewilligt. Der gesamte Umfang der Machbarkeitsstudie beträgt 129 000 Euro.

Erschließung innerhalb eines Jahres


Die drei Experten stellten im "Lindenhof" den aktuellen Stand des Projektes vor und zeigten mögliche Umsetzungs-Wege auf. Der Businessplan sieht vor, dass die Erschließung innerhalb eines Jahres vonstatten gehen soll. Angedacht ist, dass 95 Prozent aller Haushalte vom schnelleren Internet profitieren können. "Auch die Außenbereiche der Dörfer sind grundsätzlich nicht ausgeschlossen", betonte der Leitende Verwaltungsbeamte Michael Lantau. Der Bau des Netzes soll erst nach Erreichen der festgelegten Anschlussquote (angedacht sind 60 Prozent aller Haushalte) starten. Werden diese 60 Prozent erreicht, geht man von Gesamtkosten für das Projekt in Höhe von 4,76 Millionen Euro aus. Der Plan sieht 80 Prozent Fremdfinanzierung und 20 Prozent Eigenkapital vor. Professor Raabe regte an, nicht wie zuerst angedacht einen Zweckverband zu gründen, sondern die Regie für das Projekt auf das Amt zu übertragen.

Beschlossen werden sollen diese Eckpunkte während einer zweiten Tagung am 6. Mai ab 19.30 Uhr in der Gaststätte "Zur Tankstelle" in Hörnerkirchen. Die Öffentlichkeit ist dabei als Zuschauer herzlich willkommen.

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