Sanierungen neigen sich dem Ende zu

Rosmarie Lehmann ist zufrieden mit den Ergebnissen der Schwammsanierung. Unter anderem wurden die befallenen Balken im Hauptschiff denkmlagerecht restauriert.
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Rosmarie Lehmann ist zufrieden mit den Ergebnissen der Schwammsanierung. Unter anderem wurden die befallenen Balken im Hauptschiff denkmlagerecht restauriert.

Seit 2011 wird aus den Mauern und Balken der St.Nikolai Kirche der Hausschwamm entfernt / Vierter Bauabschnitt bald abgeschlossen

shz.de von
14. April 2018, 16:28 Uhr

Jahrelang verdeckte ein Baugerüst die historischen Mauern der St. Nikolai Kirche in der Mitte der Elmshorner Innenstadt – nun ist es endlich abgebaut. Die Sanierungsarbeiten neigen sich dem Ende zu.

„Jetzt kommen die schönen Sachen“, sagt Rosmarie Lehmann, Vorsitzende des Kirchenvorstands. Seit 2011 entfernen Spezialfirmen den sogenannten echten Hausschwamm aus dem alten Gebäude. Dieser hatte sich über Jahre hinweg in Holzbalken und Mauern eingenistet und sie von Innen heraus zerstört. „Mit der Schwammsanierung sind wir eigentlich fertig“, berichtet Lehmann. Zuletzt müsse noch ein Fenster ausgebaut werden, neben dem der Schwamm direkt im Gemäuer saß. „Es ist eine Vorsichtsmaßnahme“, sagt die Gemeindevorsitzende. Die Fensterlaibungen werden mit Bohrsalz ausgespritzt, dann kann das Fenster wieder eingesetzt werden. Außerdem werden eine Brandschutzanlage installiert und die Fenster auf der Seite des Spielplatzes vergittert.

Erschwert wurden die Bauarbeiten dadurch, dass auch tragende Balken und Wände saniert werden mussten. Dafür wurde sogar das Dach geöffnet. Weil die Kirche unter Denkmalschutz steht, konnten die mit Schwamm befallenen Bereiche jedoch nicht einfach ausgetauscht werden, sondern mussten ausgehöhlt und mit Metallstreben stabilisiert werden.

Neben der Schwammsanierung müssen auch Mängel in der Statik behoben werden. An das 1661 errichtete Gebäude wurde 1733 an der Südseite angebaut, 1881 kam noch der Kirchenturm hinzu. „Die Anschlussstellen der Gebäudeteile sind laufend Bewegung ausgesetzt“, erklärt Lehmann. Dadurch werden die sogenannten Kehlen „labil“. Eine stufenförmige Verblechung zwischen Turm und Kirchenschiff soll dem Abhilfe schaffen.

Die Kosten für den vierten Bauabschnitt betragen etwa 233 000 Euro. Ein Drittel der Summe muss die Gemeinde selbst stemmen, den Rest übernimmt der Kirchenkreis. Insgesamt kostet die Sanierung zirka 740 000 Euro.

Über sechs Jahre wurde die Kirche nun gründlich saniert. Mit dem Ergebnis ist die Vorsitzende zufrieden: „Die Kirche ist schöner geworden“, findet Lehmann. Für die Zeit danach hat die Gemeinde schon ein neues Projekt in Planung erzählt Lehmann: „Die Fenster und Türen der Kirche sollen von außen gestrichen werden.“

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