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Stadttheater Elmshorn : Sanierung in drei Teilen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Nach dem Dach sind die Fassade und die Innenräume an der Reihe.

Elmshorn | Die Arbeiter mussten zweimal hinsehen. So etwas war den erfahrenen Spezialisten lange nicht untergekommen: Großflächig zerfressene und von Pilz befallene Balken, überall verfaultes Holz. Der marode Dachunterbau des Elmshorner Stadttheaters bot ein erschreckendes Bild. Die Konstruktion war akut einsturzgefährdet. Nicht auszudenken, wäre das Dach während einer Vorstellung abgesackt.

Doch diese Gefahr ist jetzt gebannt. Die Dachkonstruktion wird aufwändig erneuert. Die Bautrupps – allesamt von Firmen aus der Region – haben bislang ganze Arbeit geleistet. Seit Anfang Juni laufen die Sanierungsarbeiten des ersten Bauabschnittes am Elmshorner Bühnenhaus. Neben dem neuen Dach hat das Haus eine moderne Lüftungsanlage bekommen. Auch die hässlichen und giftigen Asbestverkleidungen am Bühnenturm sind modernem Material gewichen. Die Fassade an der Gartenseite ist ebenfalls wieder nett anzusehen.

Bis zum Start der neuen Saison am 28. September soll der erste Bauabschnitt erledigt sein. „Wir gehen davon aus, dass das klappt“, sagt Vera Hippauf vom städtischen Gebäudemanagement. Störungen des Theaterbetriebs soll es nicht geben.

Besonders am neuen Dach wird die Veränderung sichtbar sein. Eine moderne und leichte Aluminiumverkleidung überspannt bald das gesamte Gebäude. Die Zahl der unterschiedlichen Dachschrägen ist deutlich reduziert. „Das Gebäude ist in den zurückliegenden Jahrzehnten angestückelt wurden. So entstanden viel Dachschrägen und Konstruktionen, die das Einsickern von Feuchtigkeit begünstigt haben. Das ist jetzt bald behoben“, sagt Vera Hippauf.

Sie ist auch froh darüber, dass die Fassade Stück für Stück saniert wird. Besonders die Verkleidung des Bühnenturmes wirkte schmuddelig und ungepflegt. Hippauf: „Das wird jetzt endlich sehr gut energetisch saniert“.

Direkt nach der Saison 2014/15 soll der zweite Bauabschnitt des Projekts Stadttheater folgen. Noch müssen die Politiker des Ausschusses für kommunale Dienstleister über den finanziellen Rahmen mit Bau- und Planungskosten von 845.000 Euro entscheiden (Sitzung am 22. September) doch Vera Hippauf ist zuversichtlich. Schließlich seien die Maßnahmen gut geplant und sinnvoll für den Erhalt der beliebten Spielstätte. 2015 soll die Sanierung der zweigeschossigen Altbaufassade als Rekonstruktion in Angriff genommen werden.

Der alte Eckeingang soll wieder zu sehen sein – aber nur als als aufgesetztes Dekoratives Element, da sonst im Restaurant zu viele Sitzplätze verloren gehen würden. Die Fensterfronten und der kleine Balkon im ersten Stock sollen nach historischen Vorbild wieder hergestellt werden. Die Fassade des Gebäudes an der Hafenstraße (Saalbereich) soll mit einem Wärmeverbundsystem versehen werden. Dabei soll möglichst viel von der alten Profilierung und dem Traufgesims erhalten werden.

Damit wäre das Gebäude wieder fit für weitere Jahre. Doch ein dritter Bauabschnitt, der für 2016 vorgesehen ist, soll auch für ein moderneres und zeitgemäßes Ambiente im Innenraum sorgen. Unter anderem ist geplant, die sanitären Anlagen zu renovieren.

Alles in allem, so Vera Hippauf, werde mit der gründlichen Sanierung die sogenannte Restnutzungsdauer des Gebäudes erheblich verlängert. Im Klartext: Die Elmshorner haben noch viele Jahre Freude an ihren Stadttheater.

Anders als zum Beispiel die Kulturfreunde in Schleswig. Die Bühne der Stadt musste 2011 wegen Einsturzgefahr geschlossen werden – es war lange nicht saniert worden. Ein neues Haus an der Schlei kostet 20 Millionen Euro und ist bisher nicht zu realisieren.

Vera Hippauf: „Eine Entwicklung wie in Schleswig müssen wir jetzt nicht mehr befürchten“.

Karten für die Vorstellungen der neuen Saison des Elmshorner Stadttheaters gibt es  in der Geschäftsstelle, Königstraße 56, Telefon 04121-61189 oder unter www.stadttheater-elmshorn.de
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erstellt am 04.Sep.2014 | 10:00 Uhr

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