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Elmshorn : Sanierung der Bismarckschule kommt nur schleppend voran

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Unterricht auf der ewigen Baustelle. Der Stadt fehlt das Geld für eine umfassende Lösung.

shz.de von
erstellt am 14.Apr.2015 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Sanierungsstau am Elmshorner Bismarck-Gymnasium: Schüler und Lehrer müssen mit zum Teil ungestrichenen Klassenzimmern, provisorischen Abdichtungen und feuchten Wänden leben. „Das macht uns sehr zu schaffen“, sagt Schulleiter Peter Rosteck. Er sieht bei der Beseitigung der Schäden wenig Fortschritt und ist deshalb sauer auf Verwaltung und Kommunalpolitiker.

Das Problem ist nicht neu. Am Altgebäude der Bismarckschule wurden vor acht Jahren die maroden Fenster ausgetauscht. Seither werden die Innenräume Stück für Stück saniert. Einige Fensterbereiche in den Klassen sehen seit langem aus wie im Rohbau.

Dazu kommt, dass die gesamte Fassade des Backsteingebäudes saniert werden muss, um das permanente Eindringen von Feuchtigkeit zu stoppen. Schulleiter Peter Rosteck moniert, dass die Fassadeninnenseiten vieler Räume nicht gestrichen werden können, weil sie erst trocknen sollen. Rosteck stellt aber fest, dass die Wände immer feuchter und unansehnlicher werden. „Mir ist klar, dass die Stadt nicht alles auf einmal in Ordnung bringen kann, doch es muss etwas getan werden, sonst nimmt das Gebäude noch mehr Schaden“, sagt der Direktor. Seine Bedenken hat er bereits im städtischen Schulausschuss geäußert.

Stadtrat Dirk Moritz, in der Verwaltung für das Gebäudemanagement zuständig, kennt die Missstände an der Bismarckschule. „Das ist sehr zu bedauern“, sagt er, blickt aber zugleich auf die hohen Kosten der Sanierung. Die Stadt habe nur ein begrenztes Budget. Erschwerend sei die Personalsituation beim zuständigen Amt: Nach den Entlassungen in der Folge des Korruptionsskandals im Gebäudemanagement fehlen Sachbearbeiter. Dirk Moritz: „Wir helfen an der Bismarckschule da, wo es Not tut. Erfreulich ist für uns, dass wir das Gebäude schimmelfrei halten können.“

Moritz verweist darauf, dass die Stadt Elmshorn sich „anders als andere Städte“ trotz knapper Mittel seit Jahren kontinuierlich für die Erhaltung der Schulgebäude engagiere. Die Sanierung der Bismarckschule, so Moritz, müsse abschnittsweise angegangen werden. Ein Punkt sei dabei die Instandsetzung der vielen Rundbögen der Fenster.

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