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Der Rolls Royce auf zwei Rädern : Sammler aus Bokel steht auf Kreidler-Mopeds

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Gustav Heine aus Bokel sammelt Kreidler-Mopeds. Leidenschaft für die Marke wurde schon mit 16 Jahren geweckt.

Bokel | Gustav Heine ist Sammler aus Passion. Über 30 Oldtimer beherbergte der 68-Jährige zu Spitzenzeiten auf seinem Grundstück in Bokel. Trecker, Zweiräder und sogar ein Feuerwehrfahrzeug. Letzteres gibt es inzwischen nicht mehr. „Das ist mir quasi unterm Hintern weggerostet“, erzählt Heine lachend. Seine ganz große Leidenschaft gilt ohnehin nicht den vierrädrigen Vehikeln sondern den Zweirädern. Und hier vor allem der Marke Kreidler Florett. Gerade erst war er wieder mit sieben Freunden auf Tour. Für eine Woche ging es nach Hessen. „Da kann man herrlich fahren. Es gibt Berge und schöne Altstädte, Hessen hat einfach alles.“

Von seiner einstigen Kreidler-Sammlung hat Heine inzwischen „gut fünf verkauft“. Aber zwölf Mopeds haben das ganze Jahr über eine Tüv-Zulassung, falls mal eine größere Ausfahrt ansteht. Die Oldtimer seien „reines Hobby, wohl, weil ich schon als Halbstarker gern geschraubt habe“. Die Firma Kreidler bezeichnet Heine „als Rolls Royce unter den Mopeds“.

Bereits mit 16 habe er sich sein erstes Schmuckstück gegönnt. „450 Mark kostete die damals.“ Ein Vermögen. Der Startschuss seiner Sammlerleidenschaft fiel allerdings erst deutlich später mit einer roten Kreidler Florett. Sie ist Baujahr 1960 und seit Anfang der 80er-Jahre in Heines Besitz. Sein ältestes Prachtstück ist sogar noch ein Jahr älter. Eine Kreidler Super 4, eine chromglänzende Luxusausgabe, gehört zu Heines Lieblingen. „Bis ich die Super 5 bekommen habe, war es das Glanzstück meiner Sammlung.“

Die Super 4 fand den Weg in seine Halle aus einem persönlich-nostalgischen Grund: „Ich konnte mir damals die Maschine nicht kaufen, weil mir 45 Mark fehlten. Die waren einfach nicht aufzutreiben.“ Liebevoll wurde das gute Stück restauriert und neu lackiert. Woher die Mopeds kommen? „Von überall her“, gibt Heine das Geheimnis nur vage preis. Sogar aus Coburg im Deister und aus Springe hätten Vehikel ihren Weg nach Bokel gefunden. Wobei der Sammler betont, dass mit dem Zukauf neuer Mopeds „nun ein für allemal Schluss ist“. Mit 68 müsse man sich nicht noch mehr Arbeit aufhalsen.

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