Von Winter bisher kaum eine Spur : Ruhige Saison für den Betriebshof Elmshorn

Schnee gehört in diesem Winter nur vereinzelt zum Straßenbild.
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Schnee gehört in diesem Winter nur vereinzelt zum Straßenbild.

Erst 20 Tonnen Salz verbraucht. Mitarbeiter sind aber noch bis Ende März in Bereitschaft.

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21. Januar 2015, 14:00 Uhr

Elmshorn | Einen so entspannten Winter wie in dieser Saison erleben die Mitarbeiter des Elmshorner Betriebshofs selten. Der Winterdienst hatte bisher so gut wie gar nichts zu tun. Auf der faulen Haut liegt die Truppe aber nicht. „Wir haben noch genug Arbeit in den Wäldern. Die Schäden der Orkane Christian und Xaver sind noch nicht alle beseitigt, da kommen wir im normalen Alltagsgeschäft nur schwierig zu“, erläutert Betriebshofleiter Thomas Kruse.

In den vergangenen Tagen gab es aber morgens zumindest schon kleinere Einsätze. Vor allem auf der Ost-West-Brücke und der Adenauerbrücke kann es schnell glatt werden, deswegen stehen diese besonders im Fokus. Ohnehin ist der Winterdienst jede Saison von Mitte November bis Ende März in Bereitschaft. „Im Notfall könnte also sofort eingegriffen werden“, sagt Kruse. Drei Betriebshof-Mitarbeiter sind im Winter zudem stets morgens um 3 Uhr auf den Beinen und kontrollieren an unterschiedlichen Stellen in Elmshorn die Lage. Sind die Verhältnisse kritisch, muss der Winterdienst spätestens ab 4 Uhr ausrücken. „Sonst werden wir vor dem Berufsverkehr nicht fertig“, erläutert der Betriebshofleiter.

Wie mild der Winter bisher war, lässt sich an den beiden Salzsilos auf dem Gelände des Betriebshofes an der Westerstraße ablesen. Von den 110 Tonnen, die seit Winterbeginn in den Türmen lagern, wurden erst 20 verbraucht. „Bei echter Winterwitterung brauchen wir pro Woche 100 Tonnen“, sagt Kruse. Er ist ganz froh, dass sich Schnee und Eis in diesem Jahr bisher nur ganz wenig haben blicken lassen. In hartnäckigen Wintern könnten sonst schnell etliche Überstunden für die Betriebshoftruppe anfallen. Auch die Stadt dürfte sich über den milden Winter freuen. Denn so werden Kosten für Personaleinsatz und Streusalz gespart.

Die Betriebshofmitarbeiter müssen hingegen auf Geld verzichten. „Wir zahlen in den Wintermonaten aber eine zusätzliche Pauschale für die Bereitschaft. Kommt es dann tatsächlich zu Einsätzen, gibt es noch einmal zusätzlich Geld“, erläutert Kruse.

Der Leiter des Betriebshofs hat den Winter in diesem Jahr noch nicht abgeschrieben. „Gut möglich, dass er sich doch noch meldet. Wir sind auf jeden Fall gerüstet“, so Kruse.

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