ARD-Serie : Rote Rosen: Bo Hansen trägt Schwarz

Der Elmshorner Schauspieler Bo Hansen spielt in der neuen Staffel der ARD-Nachmittagsserie 'Rote Rosen' den zukünftigen Pastor Sönke Mertens.  Foto: ARD/Thorsten Jander
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Der Elmshorner Schauspieler Bo Hansen spielt in der neuen Staffel der ARD-Nachmittagsserie "Rote Rosen" den zukünftigen Pastor Sönke Mertens. Foto: ARD/Thorsten Jander

Elmshorner bei neuer Staffel der ARD-Telenovela

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06. Dezember 2012, 08:00 Uhr

Elmshorn | Liebe und Intrigen, Verwicklungen und Verirrungen - das sind die Zutaten für eine erfolgreiche Nachmittagssendung. Mit der Folge 1401 beginnt am morgigen Freitag, 7. Dezember, um 14.10 Uhr die neunte Staffel der beliebten ARD-Telenovela "Rote Rosen". Acht neue Schauspieler präsentiert der Sender ARD in der Fortsetzung der Kultserie. Unter ihnen ist auch Bo Hansen. Der Elmshorner schlüpft in die Rolle des Sönke Mertens - ein Vikar. Für den 29-Jährigen ist es eines seiner bisher umfangreichsten Engagements seiner Karriere.

"Pastor - das ist mal etwas anderes", sagt Bo Hansen. Klar - das denken sich auch viele Elmshorner. Kennen sie den smarten Typen doch eher als Bo - den Partymacher und Discochef, statt als Mann des Glaubens.

"Pastor - das ist mal etwas anderes." Sowieso - statt bunter Partywelt mal ganz in Schwarz. In seinen bisherigen Rollen spielte Hansen eher den lockeren Jüngling, von charmant (Anna und die Liebe) bis kriminell (Alarm für Cobra 11), vom pubertären Bengel (Pfarrer Braun) bis hin zum hartgesottenen Soldaten (Mörderischer Frieden). Bei der Kult-Serie Rote Rosen erlebt Hansen nun sämtliche Facetten der so telenovela-typischen Träumereien einer täglichen Nachmittagssendung. Inszenierte Intrigen, miese Machenschaften, abgebrühte Raffinesse und vergebene Liebesmühe.

"Es ist eine große Herausforderung für mich", sagt Hansen. 200 Folgen sind zunächst mit ihm geplant. Jeden Tag entsteht in Lüneburg eine Episode des TV-Romans. Wie bei Telenovelas üblich, verfolgen die einzelnen Charaktere mehrere Handlungsstränge, müssen sich ständig den neuen Situationen anpassen, viel Text lernen.

Auch Hansen hat ein großes Pensum abzuarbeiten. Er beackert parallel zahlreiche Felder. Als Vikar deckt er verbotene Machenschaften in seiner TV-Magdalenengemeinde auf, gerät unter Beschuss seines Serien-Bruders und verliebt sich in eine verheiratete Frau. "Das macht die Sache spannend", erklärt Hansen.

Die ARD beschreibt Hansens Rolle als Pastor wie folgt: "Sönke Mertens ist ein ebenso begeisterungsfähiger wie streitbarer evangelischer Theologe, im Alltag der Gemeindetätigkeit eckt er nicht selten an. Vor allem seine Arbeit mit straffällig gewordenen Jugendlichen schafft für Sönke eine Menge Probleme."

Der Elmshorner hat sich auf seine Rolle bestens vorbereitet. "Stehen, gehen, artikulieren - als Pastor ist das etwas anderes als in der Rolle eines Kleinkriminellen. In der Kirche gibt es besondere Rituale, die musste ich lernen", sagt Hansen. Berater haben ihm gezeigt, wie er sich zu verhalten hat, wie er sich bewegen soll. Dabei ist seine Rolle keineswegs bieder angelegt, nicht statisch als reiner Kirchenvertreter.

"Pastor Mertens ist eigentlich ein lockerer junger Mann. Eine moderne Version eines Kirchenvertreters. Das gefällt mir an der Rolle. Deswegen habe ich auch der Produktionsgesellschaft mein Ja für die Rolle gegeben."

Es ist eine der umfangreichsten Rollen seiner Karriere, die den Fußballspieler der SV Lieth voll einnimmt und beschäftigt. Dennoch ist der Dreh für ihn eine Herzensangelegenheit. "Es ist schön, in der Nähe zu drehen. Da komme ich häufiger nach Hause", sagt Hansen.

So schön das auch klingen mag, im wahren Leben arbeitet Hansen zurzeit wie in seiner TV-Rolle auch auf mehreren Baustellen. Kaum verlässt er seinen Arbeitsplatz in Lüneburg, wartet daheim schon die nächste Herausforderung. Auch an der Krückau dominieren verschiedene miteinander verwobene Handlungsstränge das Bild seines Lebens. Mit seiner Lebensgefährtin Josephine Schmidt (Gute Zeiten, schlechte Zeiten / Anna und die Liebe) baut er in Klein Nordende an ihrem gemeinsamen neuen Zuhause. Das kostet Kraft und Zeit - und wie im TV-Roman erwartet ihn auf den heimischen Baustellen täglich Neues, Unerwartetes - das ist an der Krückau nicht minder dramatisch und leidenschaftlich wie an der Ilmenau in Lüneburg.

Das Private kommt dabei schon mal zu kurz. Denn: Auch Josephine Schmidt ist als Darstellerin gefragt - zurzeit dreht sie in Köln eine Staffel (16 Folgen) für die ARD-Serie "Heiter bis tödlich". Den Auftakt zur neuen Staffel von "Rote Rosen" am Freitag in der ARD würden sich die beiden gern gemeinsam anschauen. Das - so sieht es aus - wird wohl nicht möglich sein. Hansen mimt in Lüneburg den neuen Pastor, Josephine im Kölner Krimi die Lokaljournalistin Maja Becker. Das ist Schicksal - auch im wahren Leben.

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