Bahnhofsmission Elmshorn : Rossmann macht Druck bei der Bahn

In seinem Schreiben an den Vorstandsvorsitzenden des Bahn-Konzerns wurde die Situation der Elmshorner Einrichtung geschildert.
In seinem Schreiben an den Vorstandsvorsitzenden des Bahn-Konzerns wurde die Situation der Elmshorner Einrichtung geschildert.

Die Bahnhofsmission in Elmshorn wartet noch immer auf einen Wasseranschluss.

shz.de von
12. Juni 2014, 10:00 Uhr

Elmshorn | Die Elmshorner Bahnhofsmission, sie ist Anlaufstelle für Menschen, die Rat suchen oder einfach nur Zuspruch brauchen. Oft hilft eine Tasse Kaffee in den Räumen der Mission im Bahnhofsgebäude. Gar nicht so einfach für die ehrenamtlichen Mitglieder, denn das Büro hat immer noch keinen Wasseranschluss. Auf diesen Missstand hatte der Elmshorner SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann die Bahn nach einem Besuch der Mission im vergangenen Jahr hingewiesen. Die Bahn versprach Abhilfe. Noch hat sich nichts getan. Rossmann hat seinem Ärger jetzt in einem Brief an Bahnchef Rüdiger Grube Luft gemacht.

In seinem Schreiben an den Vorstandsvorsitzenden des Bahn-Konzerns schildert Ernst Dieter Rossmann die Situation der Elmshorner Einrichtung. „Die dort tätigen Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler sind für den von Seiten der Bahn AG zur Verfügung gestellten Raum dankbar und verrichten ihre Arbeit mit großem Engagement. Es ist allerdings auch offensichtlich, dass das Fehlen des Wasseranschlusses diese Tätigkeit erheblich erschwert und vermeidbare körperliche Belastung mit sich bringt“, so der Bundestagsabgeordnete. Rossmann ist davon begeistert, wie die Mitarbeiter der Bahnhofsmission unter diesen Bedingungen ihrer Beschäftigung nachgehen. Jetzt sei die Bahn am Zug. Sie müsse ein Interesse an einer Lösung haben. Rossmann: „Die Bahn profitiert fraglos von der durch die Einrichtung geleisteten Arbeit im sozialen Bereich und bei der Betreuung vieler Fahrgäste“. Es müsse daher auch im Sinne des Unternehmens sein, dieses Engagement nach Kräften zu unterstützen und der Bahnhofsmission und ihren Aktiven Anerkennung für ihre Arbeit zu zeigen.

„Wir sind zuversichtlich, dass sich bald etwas tut“, sagt Wiebke Turkat, Leiterin der Elmshorner Bahnhofsmission. Mitarbeiter der Bahn hätten sich bereits in den Räumen umgesehen. Turkat: „Die Entscheidungswege sind eben lang.“

Die Bahnhofsmission Elmshorn hat zurzeit 13 Mitarbeiter im Alter von 25 bis 66 Jahren. Die Helfer hatten im vergangenen Jahr mehr als 12.500 Kontakte mit Hilfesuchenden. Die Bahnhofsmission gibt Auskünfte, hilft beim Ein-, Aus- und Umsteigen, vermitteln Aufenthalts- und Übernachtungsmöglichkeiten und organisiert Rollstuhl oder Hebebühne für Fahrgäste.

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