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Elmshorn : Richtfest für das Zentrum der Kirche

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Zeitlich ist beim Neubauprojekt alles im Rahmen. Die Kosten sind jedoch gestiegen.

Elmshorn | „Zu Anfang brauchte es etwas, bis es aus der Erde kam. Aber dann waren plötzlich alle fünf Stockwerke da.“ Wie Bürgermeister Volker Hatje ging es offenbar vielen der Gäste beim Richtfest des neuen kirchlichen Zentrums. Staunend gingen die Blicke immer an dem lang gestreckten Bau entlang. Jetzt, fünf Monate nach der Grundsteinlegung, ist mit dem fertigen Rohbau das ganze Ausmaß des 4000 Quadratmeter großen Gebäudes zu erkennen.

 Wenn der Winter nicht zu hart wird, soll das kirchliche Zentrum am 30. Juni 2016 fertig sein – es ist alles im Zeitplan. Die Kosten allerdings sind gestiegen. Bei der morgen stattfindenden Synode wird  der Kirchenkreis darüber noch beraten, aber voraussichtlich steigen die Ausgaben von 7,4 auf 7,66 Millionen Euro. Das kommt vor allem daher, dass die Erdarbeiten teuer als veranschlagt waren.  Entgegen der Angaben im Bodengutachten wurden im Erdreich Schadstoffe gefunden.

„Es ist schon ein bisschen spürbar, wie es später werden wird“, sagte Projektmanager Sven Vierenklee vom Kirchenkreis bei der Feier, nachdem Polier Ingo Grantz  hoch oben am Gebäude, auf einem improvisierten Balkon, den Richtspruch gesprochen hatte.

Das konnte Vierenklee bereits guten Gewissens sagen, schließlich stand er bei seiner Rede bereits mitten im späteren Gemeindesaal.   Auch im Rohbau waren die Ausmaße des Raums schon gut zu erkennen. Architekt Thomas Ritscher sprach deshalb auch von einem „sehr guten Gefühl, wenn man sieht, wie das, was man sich überlegt hat, auch so wirkt, wie es wirken sollte.“

Der Bau mit den zwei Kronen

Hoch oben am Gebäude, auf einem improvisierten Balkon, hob  Polier Ingo Grantz gestern sein Glas, warf es in hohem Bogen über seine Schulter  und beendete damit den traditionellen Richtspruch: „Zerschmettere – Glas, am Grunde! Geweiht ist dieser Bau zur Stunde.“

Mit dem Richtfest hat das neue kirchliche Zentrum ein gutes Stück auf dem Weg zur Fertigstellung zurückgelegt. Fünf Monate nach der Grundsteinlegung steht der langgestreckte, viergeschossige  Rohbau jetzt auf dem Gelände des ehemaligen Gemeindehauses von St. Nikolai, gleich neben dem Haus der Diakonie. Geschmückt wird er seit gestern gleich von zwei Richtkronen  – einer größeren vom Kirchenkreis und einer kleineren vom Kirchenverband Elmshorn.

Für die Feier mit Jazz-Musik und Burgunder-Brötchen konnten die Gäste schon einen ersten Blick ins Innere des Gebäudes werfen. Im späteren Gemeindesaal sind die Fenstergestelle bereits zu sehen. „Ich bin optimistisch, dass sich die Löcher über kurz oder lang schließen und zu einem fertigen Gebäude werden“, sagte Projektmanager Sven Vierenklee vom Kirchenkreis. Schon jetzt sei „ein bisschen spürbar“, was später einmal werden wird. Oder wie es Bürgermeister Volker Hatje etwas gehässig ausdrückte: „Der neue Gemeindesaal erinnert ein bisschen an den alten. Aber auch das wird sich noch ändern.“

Probst Thomas Bergemann (l.) weihte  den Rohbau des neuen kirchlichen Zentrums zusammen mit Polier Ingo Grantz und Bauleiter Christian Peterson (r.) ein. (Foto: Pfeifer)
Probst Thomas Bergemann (l.) weihte den Rohbau des neuen kirchlichen Zentrums zusammen mit Polier Ingo Grantz und Bauleiter Christian Peterson (r.) ein. (Foto: Pfeifer)
 

Mit dem Bau des kirchlichen Zentrums will der Kirchenkreis  den Standort Elmshorn stärken. Hier sollen  sich die kirchlichen Dienste  wie Notfallseelsorge, Kita-Fachberatung sowie Jugend- und Frauenwerk an einem gemeinsamen Ort vernetzen.  Im Haus entstehen außerdem Wohnungen für Menschen mit und ohne Behinderungen. Außerdem wird im Gebäude der stellvertretende Propst sein berufliches Zuhause finden und die Gemeinde St. Nikolai Gemeinderäume haben. Auch die Pfarrstelle für evangelische Bildungsarbeit, der Kirchengemeindeverband und die Mitarbeitervertretung sollen Büros beziehen.

Die Bauarbeiten liegen im Plan. Das Kirchliche Zentrum soll  am 30. Juni bezugsfertig sein. „Zumindest wenn das Wetter mitspielt“, schränkte Vierenklee ein. „Meine Tochter wünscht sich diesen Winter Schnee – ich nicht.“

Bei der morgen stattfindenden Synode wird  über die neue Kostenplanung beraten. Die Kosten steigen voraussichtlich von 7,4 auf 7,66 Millionen Euro. Das kommt vor allem daher, dass die Erdarbeiten teuer als veranschlagt waren.  Entgegen der Angaben im Bodengutachten wurden im Erdreich Schadstoffe gefunden.

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erstellt am 13.Nov.2015 | 10:00 Uhr

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