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Elmshorner Nachrichten

23. August 2017 | 14:37 Uhr

Rettungsversuch für uralte Weide

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Stürme gaben dem Baum den Rest / Stadtgärtner hoffen auf Erfolg ihrer Aktion

Sie ist uralt, hoch und sehr groß: Die Weide beim Südeingang zum Steindammwiesenpark, gleich neben dem „Zirkusplatz“. Nach Schätzungen der Fachleute ist der Baum wahrscheinlich mehr als 80 Jahre alt. Er stand bereits Jahrzehnte dort, als sich die Krückau bei Sturmfluten noch regelmäßig über die Feuchtwiesen ergoss und noch niemand ahnen konnte, dass hier einmal ein großer Park für Erholung der Elmshorner sorgen würde.

In dem Anfang der 80er-Jahre angelegten Park wurde die alte Weide ein schöner, großer Blickfang . Doch sie bekam jetzt altersbedingten Astbruch und Faulstellen. Die Stadtgärtnerei beauftragte nach Rücksprache mit den Mitgliedern des Elmshorner „Grünen runden Tisches“ deshalb Baumchirurgen. Sie behandelten die Weide und schnitten sorgfältig Äste aus. Ein letzter Versuch, allerdings mit wenig Hoffnung: – die Stadtgärtner pflanzten bereits in unmittelbarer Nähe eine neue Weide.

Der Baum erholte sich besser als gedacht, aber dann kam der Herbst mit seinen beiden sehr heftigen Stürmen. Die Böen rissen starke Äste aus der Mitte des breiten Kronenwerks – es musste gehandelt werden, damit Passanten auf dem Weg unter dem Baum nicht gefährdet werden.

„Eigentlich wäre ein Wegnehmen einfacher, aber wir wollen die Weide gern erhalten“, so Thomas Miller, Landschaftsgärtnermeister bei der Stadt. Er und sein Team starteten deshalb jetzt einen zweiten, eher verzweifelten Rettungsversuch: Die städtischen Mitarbeiter schnitten den Baum extrem stark zurück. „Das sieht nicht so schön aus, aber vielleicht schießt sie noch wieder stärker aus und bietet dann wieder ein besseres Bild“, so Miller. Sein Trost: Die neue Weide entwickelt sich gut. „Das sieht in 30 Jahren bestimmt richtig gut aus“, so der Fachmann.

Nichts zu retten gibt es am Propstendamm. Dort werden kommende Woche drei riesige Pappeln gefällt, die einerseits auch altersbedingten Astbruch haben, andererseits auch noch direkt am Krückauufer an Standfestigkeit verlieren.

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erstellt am 28.Feb.2014 | 16:00 Uhr

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