Reiseführer einpacken und ab nach Portugal, Sizilien, Istrien. . .

sa¦êchsische-schweiz-mm-wandern-u1
1 von 3

shz.de von
16. Juni 2014, 14:30 Uhr

Sizilien, das heißt Sommer von April bis Oktober, griechische Tempel, normannische Kathedralen, lange Strände und eine Vielzahl malerischer Schluchten. Sizilien ist eigentlich schon ein Kontinent für sich und alles andere als ein »pflegeleichtes« Ferienparadies.
Die mit über 25000 Quadratkilometern größte Insel des Mittelmeers verblüfft durch zahlreiche Kontraste: blühende Zitronenplantagen am Meer und kahle, sonnenverbrannte Berglandschaften, chaotische Metropolen voller krasser sozialer Gegensätze und idyllische Barockstädtchen, hastig hochgezogene Badesiedlungen und einsame Strände. Nicht zu vergessen sind dabei die Inselchen um die Insel, wobei jede ihren eigenen Charakter hat. Auf 660 Seiten findet man eine Fülle wertvoller Tipps zu Camping, Hotels, Restaurants und Verkehrsmitteln, aber auch spannende Hintergrundberichte zum Sightseeing in Palermo, Baden im Naturpark Zingaro und zur Vulkanbesteigung auf Stromboli. Der Autor Thomas Schröder erweist sich als Landeskenner und hat reichlich Anekdoten zu Sehenswürdigkeiten sowie zur Geschichte und zur Gesellschaft Siziliens parat. Besucht wurden auch die Liparischen und Egadischen Inseln, Ustica, Pantelleria, Linosa und Lampedusa.

Thomas Schröder: Sizilien, Michael Müller Verlag, Erlangen 2013, 660 Seiten 25,60 Euro.

Wandern einmal ganz anders: Treppen, Stiegen, ausgesetzte, aber gut gesicherte Steige führen auf Sandsteintürme und Felsriffe, auf große Plateaus wie den Pfaffenstein und den Lilienstein. Dann wieder folgt man einem Pfad, der aussichtsreich auf halber Höhe einer Felswand verläuft. Die Elbe und ihre Nebenflüsse haben sich in Jahrmillionen in das Sandsteinmassiv eingefressen und ein weltweit einmaliges Fels- und Waldlabyrinth geschaffen, ein guter Teil ist heute Nationalpark. Die 35 Wanderungen folgen zum Teil Routen, die schon von den Malern der deutschen Romantik begangen wurden. Sie erschließen alle Winkel der Sächsischen Schweiz, drei führen nach Tschechien, in die schönsten Teile der Böhmischen Schweiz.

Dietrich Höllhuber: Wanderführer Sächsische Schweiz, Michael Müller Verlag, Erlangen 2012, 204 Seiten, 14,90 Euro.

Der MM-Wanderführer Eifel erschließt die reizvollsten Gegenden im Westen Deutschlands, von Trier bis Aachen und fast vor die Tore Kölns. Schwerpunkte im Norden sind der Nationalpark Eifel mit urwüchsigen Buchenwäldern und gurgelnden Bachläufen, die mystischen Moorlandschaften des Hohen Venn oder malerische Etappenpunkte wie das Fachwerkstädtchen Monschau.

Auf Pfaden und idyllischen Wegen wandert man entlang einer antiken römischen Wasserleitung oder man erkundet das Ahrtal auf dem Rotweinwanderweg. Weiter südlich begeistert die Vulkaneifel mit den Gerolsteiner Dolomiten und den Bilderbuchkraterseen um Daun. Auch der Lieserpfad startet hier und gilt als einer der schönsten Wanderwege Deutschlands. Romantisch-bizarre Felsenlandschaften erwarten den Wanderer schließlich „ganz unten“, an der Grenze zu Luxemburg.

Oliver Breda: Wanderführer Eifel, Michael Müller Verlag, Erlangen 2013, 192 Seiten, 14,90 Euro.

Die Sandstrände sind endlos, die Städte königlich, die Bergwelten bizarr, die Flusstäler spektakulär – von der Qualität des Portweins gar nicht erst zu reden.

Einer der vielen Glanzpunkte ist Porto, die alte Hafenstadt an der Atlantikküste, deren historisches Zentrum mit seinen überbordenden Kunstschätzen zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Weiter im Landesinneren geht es weitaus gemächlicher zu, folgen die Menschen ihrem eigenen Rhythmus fernab vom Fortschritt und bearbeiten die Felder bisweilen noch mit Maultieren und Ochsen. Fast unberührte Landschaften findet man im Nationalpark von Gerês, der beste Möglichkeiten zum Wandern bietet.

Jürgen Strohmaier: Nordportugal, Michael Müller Verlag, Erlangen 2014, 279 Seiten, 16,90 Euro.

Istrien, zu einem winzigen Teil slowenisch, zum größten Teil jedoch kroatisch, ist ein Reisegebiet mit langer Tradition. Die felsengesäumte Küste mit ihren vielen kleinen Kiesbuchten und dem glasklaren, fischreichen Meer lädt ein zum Baden, Schnorcheln und Tauchen. Segelfreunde und Motorbootbesitzer finden eine Vielzahl von großen und gut ausgestatteten Jachthäfen.

Die venezianisch geprägten Küstenstädte locken mit vielen sehenswerten Altstädten zum Bummeln und Anschauen. Und das hügelige Hinterland mit seinen beschaulichen Örtchen und mächtigen Trutzburgen eignet sich ideal zum Mountainbiking, Wandern oder auch zum Paragliding.

Lore Marr-Bieger: Istrien, Michael Müller Verlag, Erlangen 2014, 360 Seiten, 18,90 Euro.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen