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Umzug abgeschlossen : Regio-Verwaltung jetzt in Elmshorn

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der bisherige Standort, das alte Uetersener Krankenhaus, steht für knapp eine Million Euro zum Verkauf.

shz.de von
erstellt am 29.Apr.2014 | 16:00 Uhr

Elmshorn | Etliche Umzugskartons sind noch nicht ausgepackt. Doch die eigentliche Aktion ist abgeschlossen. Die Verwaltung der Regio-Kliniken ist von Uetersen nach Elmshorn umgezogen. Damit ist Uetersen nun endgültig kein Standort für einen Krankenhausbetrieb mehr. Das ehemalige Uetersener Krankenhaus steht für knapp eine Million Euro zum Verkauf.

Im Elmshorner Dienstleistungszentrum (EDZ) am Ramskamp hat nun die Geschäftsführung der Regio-Kliniken ihren Sitz. Außerdem sind dort der Zentraleinkauf, die Abteilung Bau und Technik sowie die Personalabteilung untergebracht. Eine weitere wichtige Neuerung: Das Bildungszentrum wird im EDZ zusammengelegt.

Außer dem Standort Uetersen wird deshalb auch die Quickborner Ausbildungsaußenstelle geschlossen. Künftig werden rund 100 Regio-Mitarbeiter im EDZ ihren Arbeitsplatz haben. Hinzu kommen maximal 100 Auszubildende. Aber nur dann, wenn sich mal für eine Woche zwei Lehrgänge überschneiden.

Das Wedeler Klinikum ist seit der Woche vor Ostern Sitz der IT-Abteilung von Regio. Die Abteilungen für Medizincontrolling, Qualitätsmanagement, Unternehmensentwicklung sowie Fortbildung sind nun im Elmshorner Klinikum untergebracht. „Der Umzug hat gut geklappt“, sagte Sebastian Kimstädt, Sprecher der Regio-Kliniken.

Das ehemalige Krankenhaus in Uetersen steht seit dem Wochenende leer. „Wir haben bereits einen Wachdienst engagiert, der dafür sorgen soll, dass keine Schäden entstehen“, sagte Kimstädt.

Damit ist Uetersen endgültig von der Landkarte der Städte getilgt, die Standort eines Krankenhausunternehmens sind. 2005 war das Krankenhaus geschlossen worden. Seitdem hatte die Verwaltung dort ihren Sitz.

Das alte Krankenhaus soll nun verkauft werden. Für 980.000 Euro bietet es die Uetersener Maklerfirma Martens & Kühl zum Verkauf an. Das Grundstück, auf dem die Ex-Klinik steht, ist 8048 Quadratmeter groß. Die Gewerbefläche hat eine Größe von 3475 Quadratmetern. „Das Grundstück ist im F-Plan als Gemeinschaftsfläche für gesundheitliche Zwecke ausgewiesen“, heißt es in dem Makler-Angebot. Ein Bebauungsplan existiere nicht. Für eine bauliche Entwicklung mit einem städtebaulich verträglichen Konzept sei die Aufstellung eines Bebauungsplans erforderlich. „Die Überplanung der Grundstücke kann nur in enger Abstimmung mit der Stadt Uetersen erfolgen“, so die Maklerfirma.

Der Grund für die Entscheidung, Uetersen zu verlassen, sind Pläne der Stadt und hohe Kosten, erläutert Kimstädt. Uetersen will Flächen, die die Regio-Kliniken kostenlos als Parkplatz nutzen konnten, bebauen. „Wir hätten neue Flächen erwerben müssen“, so der Regiosprecher.

Zudem gab es einen großen Sanierungsstau in dem ehemaligen Krankenhaus. Rund 500.000 Euro wären allein für den Brandschutz fällig geworden. Über die Frage, wer die Kosten dafür zu tragen gehabt hätte, gab es seit Längerem Streit mit dem Kreis, der 74,9 Prozent der einst kreiseigenen Regio-Kliniken 2009 an den Sana-Konzern verkauft hatte. Ob dieses Problem nun mit dem Verkauf des alten Krankenhauses quasi nebenbei gelöst wird, hängt vermutlich vom Verkaufspreis ab. „Unsere Forderung besteht nach wie vor“, sagt jedenfalls Kimstädt.

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