Regio-Kliniken lehnen Einblick in Heim-Konzept ab

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07. März 2017, 14:01 Uhr

Die Politik war sich ausnahmsweise einmal einig: Einstimmig bat der Hauptausschuss des Kreistags die Regio-Kliniken, ein Konzept über die Zukunft des Elmshorner Pflegeheims Elbmarsch zwecks Beratung zur Verfügung zu stellen. Doch die Bitte wurde nicht erhört. Regio-Geschäftsführerin Angela Bartels hat die Herausgabe des Konzepts abgelehnt.

SPD-Fraktionschefs Hannes Birke hatte im Ausschuss von einem vertraulichen Gutachten berichtet, in dem es um die Zukunft des Haus Elbmarsch gehe. Der Hauptausschuss hatte deshalb einstimmig die Geschäfstführung um Herausgabe des Gutachtens gebeten, um „vertraulich im nichtöffentlichen Teil der Sitzung“ darüber zu beraten.

Nun bekam Landrat Oliver Stolz die Antwort der Regio-Chefin Bartels. Der Betriebsrat habe auf Bitten der Geschäftsführung mit einem Sachverständigen eigene Vorstellungen „zur Konsolidierung der Pflegeheimsparte“ erarbeitet. Die Ergebnisse flössen nun in die Verhandlungen von Geschäftsführung und Betriebsrat ein. Da Vertraulichkeit vereinbart worden sei, werde es keine Genehmigung für die Herausgabe der Workshop-Inhalte geben. Sobald „finale Ergebnisse“ der Verhandlungen vorlägen, werde der Kreis informiert. Birke ist stinksauer: Offensichtlich seien die Kliniken nicht bereit, mit ihrem Minderheitsgesellschafter, dem Kreis, „in einer die Menschen im Kreis sehr bewegenden Frage“ zu kooperieren. Birke: „Es ist geradezu peinlich, sich hinter dem Betriebsrat zu verstecken.“

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