Pfingstochsenfest : Regen lässt die Braten-Fans kalt

Das Anfeuern: Ab Sonnabend brutzelten die Ochsen über dem Feuer. Foto: Völz
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Das Anfeuern: Ab Sonnabend brutzelten die Ochsen über dem Feuer. Foto: Völz

Besucherandrang beim Pfingstochsenfest der Elmshorner Dittchenbühne. Lange Schlangen vor dem Verkaufstresen.

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21. Mai 2013, 07:30 Uhr

Elmshorn | Im vergangenen Jahr kamen rund 15 000 Besucher zum Pfingstochsenfest der Elmshorner Dittchenbühne. Viel weniger dürften es auch an diesem Sonntag nicht gewesen sein, und dass, obwohl der Wettergott nicht recht mitspielte. Doch selbst dunkle Wolken und kühle Temperaturen hielten kaum jemanden vom Kommen ab. Schon lange vor dem Ochsenanschnitt um 11 Uhr waren alle Parkplätze in Dittchenbühnen-Nähe vergeben. Und so wanderten Heerscharen kilometerweit, um den großen Auftritt von Jutta Kürtz nicht zu verpassen. Die Präsidentin des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes (SHHB) hatte die ehrenvolle Aufgabe übernommen, das erste Stück Fleisch aus dem Pfingstochsen zu schneiden.

"Pfingsten gehört Regen einfach dazu", ging Kürtz nur kurz auf die Wetterunbilden ein. Bevor sie gemeinsam mit Schlachtermeister Detlef Timm aus Münsterdorf den ersten Schnitt wagte, wurde sie dem Anlass entsprechend mit Schürze und Mütze eingekleidet. Pfingsten sei nicht nur ein Kirchen-, sondern auch ein Bauernfest, erklärte Kürtz. Daher rühre auch die Tradition des Ochsenbratens. Das Tier sei "eine Art altes Bauern- und Schlachtopfer".

Begrüßt wurde Kürtz von Dittchenbühnen-Chef Raimar Neufeldt, der das Fest eröffnete. Er bedankte sich in seiner Ansprache ausdrücklich bei den rund 50 ehrenamtlichen Helfern. Denn auch das Drumherum konnte sich sehen lassen. Ein vom Dittchenbühnen-Kindergarten organisierter Flohmarkt, sowie Auftritte der Feuerwehrkapelle aus Seestermühe, von Sänger "Pete" und der Tanzgruppe "Aurora Borealis" rundeten das Rahmenprogramm ab.

Hauptattraktion aber waren die beiden stattlichen Pfingstochsen, die bereits seit Sonnabend ab 19 Uhr am Spieß vor sich hin brieten. "Mindestens 400 Portionen ergibt jedes Tier", verriet Schlachtermeister Timm. Die ganze Nacht über seien die Ochsen "unter Bewachung gewesen", damit das Fleisch auch an allen Stellen akkurat braun werden konnte. "Das ist eine Kunst für sich", versicherte Timm, der schon mehrfach beim Pfingstochsenfest der Dittchenbühne die Verantwortung für die schmackhaften Jungochsen übernommen hatte. Gleich nach dem Anschnitt bildeten sich lange Warteschlangen vor dem Verkaufstresen. Sicherstes Indiz dafür, dass dem Münsterdorfer Schlachtermeister der Ochsenschmaus auch dieses Mal wieder exzellent gelungen war.

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