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Vandalismus : Randalierer verwüsten den Stadtgarten

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der Freundeskreis Knechtsche Hallen bittet um Hilfe. Das Kranhaus bleibt weiterhin geschlossen.

Elmshorn | Zertretene Wassergefäße, zertrampelte Beete, verwüstete Dekoration, aufgebrochene Schlösser: Blanke Zerstörungswut auf dem Außengelände des Kranhauses an der Berliner Straße. Dort hat der Freundeskreis Knechtsche Hallen in den vergangenen Jahren einen Garten angelegt. Jetzt der Rückschlag. Seit das Kranhaus Ende 2016 wegen Einsturzgefahr geschlossen ist und nicht mehr belebt wirkt, ist das Areal Anziehungspunkt für Randalierer. Der Freundeskreis schlägt Alarm und wendet sich mit einem Aufruf an die Öffentlichkeit.

In seinem Appell weist Jens Jähne, Vorsitzender des Freundeskreises Knechtsche Hallen, darauf hin, dass seinem Verein mit der Sperrung des Kranhauses der Mittelpunkt der Aktivitäten genommen worden sei. Jähne: „Seitdem konnte der Freundeskreis keine seiner Veranstaltungen durchführen. Alle Aktivitäten im Kranhaus und um das Kranhaus herum liegen entweder brach oder finden nur stark eingeschränkt statt.“

Die „Sichtbarkeit“ des Freundeskreises auf dem Gelände habe sich spürbar reduziert. Mit gravierenden Folgen, so Jens Jähne. „ Schon immer treiben sich in den Knechtschen Hallen Leute herum, die offenbar Freude an Zerstörung haben. Lange Zeit sind wir auf dem Außengelände davon verschont geblieben. Nun macht der Vandalismus auch vor uns nicht Halt und nimmt Überhand“, so der Vorsitzende in seinem Aufruf. Und weiter: „Diesem Übel lässt sich nur durch gemeinsame Aufmerksamkeit begegnen. Die Berliner Straße wird von vielen Menschen frequentiert, die das Außengelände gut einsehen können. Jeder ist eingeladen, über das Außengelände des Freundeskreises zu spazieren und sich dort aufzuhalten, die Beete zu begucken oder seine Kinder in der Sandkiste spielen zu lassen. Dadurch wird das Gelände belebt und Randalierer werden vertrieben.“

Überall Spuren der Verwüstung. Ein Verbotsschild weist auf die Schließung des Kranhauses hin.
Überall Spuren der Verwüstung. Ein Verbotsschild weist auf die Schließung des Kranhauses hin. Foto: Knuth Peñaranda
 

Silke Faber, Leiterin des Amtes für Stadtentwicklung, bedauert die Entwicklung. „Wir hoffen, dass es bald wieder Veranstaltungen gibt, auch damit das Gelände belebt ist und Randalierer abgeschreckt werden“, sagt sie.

Wann das Kranhaus wieder geöffnet wird, steht noch nicht fest. „Wir bewegen uns in kleinen Schritten“, sagt Jens Jähne. Das Dach sei bereits fertig, doch die Arbeit der Prüfstatiker sei noch nicht abgeschlossen. Ein Termin sei noch nicht in Sicht. Dennoch bleibt der Freundeskreis am Ball, entwickelt Konzepte für das Gelände und setzt mit dem Repaircafe im Garten des Kranhauses ein Lebenszeichen. Jens Jähne „Wir sind noch da“.

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erstellt am 01.Jun.2017 | 16:00 Uhr

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