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Raserstrecke in Elmshorn : Ramskamp – fast so breit wie eine Autobahn

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Hauptverkehrsstraße im Industriegebiet Süd soll weiter ausgebaut werden - kontroverse Diskussionen sind die Folge.

shz.de von
erstellt am 24.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Auf dem Ramskamp ist die Hölle los. Nicht nur, dass mehr als drei Viertel aller Fahrzeuge dort zu schnell fahren. Auch die Menge an Fahrzeugen nimmt stetig zu. Etwa 11 000 sind es zurzeit täglich. Da wird es schon mal eng. Die zweite Ausbaustufe des Ramskamps soll den steigenden Verkehrs-Anforderungen sowie dem Ausbau des Gewerbegebietes Rechnung tragen. Eine Idee aus der Stadtverwaltung diesbezüglich sieht vor, ein Teilstück der Straße auf bis zu 18,70 Meter Breite auszubauen.

Auf der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Kommunale Dienstleister präsentierte Elmshorns neue Verkehrsplanerin, Ellen Unger, den Vertretern der Fraktionen vier Ausbau-Varianten, die im betroffenen Teilstück zwischen Daimlerstraße und Kreisel Adenauerdamm umgesetzt werden könnten. Der erste Bauabschnitt (zwischen EDZ und Kreisel Kibek) wurde bereits 2011 ausgebaut. Der nächste soll im Zeitraum 2015/2016 beginnen. Die planerischen Grundlagen für die weitere Arbeit sollen nun geschaffen werden. Da ein nicht näher benanntes Unternehmen im Einmündungsbereich Otto-Hahn-Straße erwägt, sich neu zu organisieren und zu erweitern, habe die Stadt Handlungsdruck, das Aufstellungsverfahren zum Bebauungsplan 172 voranzutreiben.

Zwingend notwendig dazu sind nach Aussagen der Verwaltung detaillierte Überlegungen des zukünftigen Erscheinungsbildes – gemeint sind zum Beispiel Straßenquerschnitte und Straßenverläufe. Unger: „Die derzeitigen Grundsatzüberlegungen dienen dem Rechtsetzungsverfahren als Grundlage für die weitergehende Planung und fachgutachterliche Untersuchungen.“

Eine Idee der Verwaltung sieht nun vor, einen Teilabschnitt im Bereich der Einmündung Otto-Hahn-Straße auf 18,70 Meter Breite auszubauen. „Das ist eine Idee für die kommende Arbeit“, sagte die zuständige Amtsleiterin Petra Langefeld. Besagte Idee sieht vor, die beiden Fahrspuren durch einen mittigen bis zu 2,50 Meter breiten Multifunktionsstreifen zu trennen. „Der vorgesehene Streifen kann auch mal Grünfläche sein, um zum Beispiel Überholvorgänge zu verhindern. Ebenso wichtig wäre diese Fläche für gesicherte Querungshilfen“, sagte die Verkehrsplanerin. Mit Rad- und Gehwegen summiere sich der Querschnitt so auf 18,70 Meter.

„Das ist fast Autobahnniveau, was wir uns da hin bauen wollen“, gab Immo Neufeldt (CDU), Vorsitzender des Ausschusses, zu bedenken. Langefeld: „Ob die Straße am Ende so gebaut wird, steht noch in den Sternen.“ Allerdings brauche die Stadt eine sichere Grundlage, um aktuell Gutachten erstellen zu lassen. Zudem sichere die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes der Stadt Vorkaufsrechte auf Grundstücke. Das sei wichtig, falls sich im Laufe der weiteren Planungen herauskristallisieren sollte, dass das Teilstück am Ramskamp einen veränderten Verlauf bekommen müsse. Unger: „Bei Vorliegen einer Vorplanung wird eine Beteiligung der Öffentlichkeit und Politik durchgeführt werden.“

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