Ramelow: Firmengeschichte als Bilderbuch

Elmshorner Modehaus besteht seit 140 Jahren / Neue Chronik des Familienunternehmens / Ab März 2013 Filiale im Stadtzentrum Schenefeld

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27. November 2012, 07:17 Uhr

Elmshorn | Schlichter, weißer Buchdeckel, markanter Schriftzug: "140 Jahre Ramelow". So liegt die druckfrische Chronik des Elmshorner Unternehmens auf dem Tisch. Rechtzeitig zur Eröffnung des sechsten Ramelow-Modehauses März 2013 im "Stadtzentrum" Schenefeld ist die neue Firmenhistorie fertig geworden. Der Band ist vom 30. November an in allen Filialen erhältlich.

"Es wurde einfach Zeit. Die letzte Chronik stammt aus dem Jahr 1922 und 140 Jahre Unternehmenshistorie sind ein guter Anlass", sagt Marc Ramelow, Chef der Traditionsfirma. Für ihn war klar: Es sollte eine "etwas andere" Firmengeschichte werden. Ramelow und seine Mitarbeiter wollten keine mit historischen Fotos überfrachtete Aufzählung von Fakten und Daten.

Deshalb hat das Modehaus zwei Elmshornerinnen mit dem Projekt betraut, die Erfahrung mit pfiffig gestalteten und launig getexteten Büchern haben. Bengta Reich, Autorin, Projektmanagerin und ehemalige Geschäftsführerin des Elmshorner Stadtmarketings schrieb die Chronik, Künstlerin Susanne Berger schuf die Illustrationen. Vielen Elmshornern sind beide als Autorinnen der "Fina und Freddy"-Kinderbuchgeschichten bekannt.

Für das Modehaus Ramelow entstand innerhalb eines halben Jahres eine verspielt gezeichnete und unterhaltend geschriebene Geschichte - ein Ramelow-Bilderbuch. "Genau das, was wir wollten", sagt der Firmen-Chef.

Marc Ramelow leitet das Familienunternehmen in vierter Generation. Sein Urgroßvater Gustav Ramelow gründete die Firma 1872 in Klütz (Mecklenburg-Vorpommern). Das Geschäft wuchs rasch und die Zentrale stand bald in Berlin. Bis zu seinem Tod hatte Gustav Ramalow 26 Geschäfte aufgebaut. Seine drei Söhne führten sei Erbe erfolgreich weiter: Bis 1939 besaß die Familie insgesamt 33 Häuser.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren nur noch die Filialen in Westdeutschland übrig. Der Neustart gelang mit Niederlassungen in Elmshorn, Uelzen und Bremerhaven. Die dritte Ramelow-Generation vergrößerte diese Häuser schrittweise. "Unsere Stärke war immer die Verwurzelung in den Standorten", sagt Marc Ramelow.

Die Wiedervereinigung ermöglichte der Unternehmer-Familie 1991 die Übernahme des ehemals größten Hauses in Stendal (Sachsen-Anhalt). 1996 zog sich die Firma aus Bremerhaven zurück und übernahm 2000 das Modehaus Böttcher in Heide.

In diesem Jahr eröffnete Ramelow in Elmshorn die "Trendbox" an der Königstraße und in Buchholz entstand die erste Filiale in einem Einkaufszentrum.

Ramelow ist jetzt in Elmshorn, Stendal, Uelzen, Heide, Buchholz und ab 2013 in Schenefeld vertreten. Mit mehr als 350 Mitarbeitern, einer Verkaufsfläche von mehr als 15 000 Quadratmetern und einem Jahresumsatz von 40 Millionen Euro gehört die Firma zu den zehn größten Modehäusern in Norddeutschland. Marc Ramelow: "Wir wollen weiter moderat wachsen". Er setzt auch auf Präsenz im Internet. Die eigene Homepage ist längst im Netz, und bei Facebook hat die Firma viele Freunde. "Wir beobachten den Markt, der Online-Verkauf ist aber noch nicht geplant", sagt Marc Ramelow.

Am 30. November beginnen die Aktionen zum 140. Firmengeburtstag mit einer "VIP-Late-Night" für Stammkunden. Auf der Internet.-Seite www.ramelow.com ist der interaktive Adventskalender mit einem Angebot hinter jedem "Türchen" zu finden. Die neue Firmenchronik liegt in einer Auflage von 3000 Exemplaren vor und ist ab Dezember in allen Ramelow-Filialen für 14,95 Euro erhältlich.

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