Elmshorn : „Radfahrstreifen sind gut

Die Schutzstreifen für Radfahrer am Steindamm sind im vergangenen Jahr eingerichtet worden.
Die Schutzstreifen für Radfahrer am Steindamm sind im vergangenen Jahr eingerichtet worden.

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05. Mai 2015, 12:00 Uhr

Elmshorn | Über den Vorstand hinaus wird in der Fahrradgruppe Rückenwind mit seinen mehr als 180 Mitgliedern immer wieder über Fragen der Elmshorner Radverkehrspolitik diskutiert – auch über die für Elmshorn neuen Schutzstreifen für Fahrradfahrer. Dazu äußert sich der langjährige Vorsitzende der Gruppe, Thorsten Rodtgardt, im Namen des Vorstandes wie folgt: „Die Radfahrstreifen sind gut, und wir freuen uns, dass Elmshorn sie einführt.“ Die konventionellen Radwege seien in Elmshorn zu weiten Teilen in einem sehr schlechten Zustand und daher so gut wie gar nicht mehr nutzbar, wenn man mehr als zehn Stundenkilometer fahren wolle. 

Die Rückenwindler sind der Auffassung, dass die Schutzstreifen überall eingerichtet werden sollten, wo die Fahrbahnen der Straßen für Autos und Radfahrer freigegeben sind. Dies ist mit wenigen Ausnahmen fast im gesamten Elmshorner Stadtgebiet der Fall.

„Ohne die Streifen“, so gibt Rodtgardt zu bedenken, „erkennen einige Autofahrer gar nicht, dass Radfahrer auf der Fahrbahn fahren dürfen.“ Der 52-Jährige meint, das gemeinsame Nutzen der Fahrbahn fördere das Verständnis für einander und die gegenseitige Rücksichtnahme. Dies wiederum trage zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer bei. Er habe, so der Vielradler, diesbezüglich in jüngster Vergangenheit auf Elmshorns Straßen immer häufiger gute Erfahrungen gemacht: „Ich bedanke mich bei allen Autofahrern, die rücksichts-voll die Fahrbahn mit uns teilen – und das sind die meisten.“

Ein weiterer Schutzstreifen wird dieses Jahr links und rechts der Straße Langelohe im Bereich zwischen dem Mühlendamm/Mühlenkamp und dem Kreisel Köllner Chaussee/Steindamm gebaut. Der Straßenzug gilt als ein ausgewiesener Unfallschwerpunkt für den Radverkehr. Das Projekt sollte schon 2014 über die Bühne gehen, hatte sich aber verzögert. Die Schutzstreifen werden mindestens 1,50 Meter breit, die Fahrbahngasse für Autos fünf Meter. Die Streifen führen erstmals in Elmshorn an Parkbuchten für Autos vorbei. Die Kosten sind vergangenes Jahr mit etwa 12.000 Euro veranschlagt worden. Darin enthalten ist auch eine Querung mit einer Verkehrsinsel zwischen Krückauwanderweg (Pizza-Laden) sowie den Rad- und Fußweg entlang der Berufsschule zum Steindamm. Diese viel genutzte Querung soll für Radfahrer und Fußgänger sicherer werden.
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