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Elmshorner Nachrichten

20. August 2017 | 08:16 Uhr

Raa-Besenbek siegt im Länderkampf

vom

Spaßiger Wettstreit der Dörfer: 250 kämpferische Teilnehmer und Zuschauer in Bullendorf

Bullendorf | Den Pfiffigkeitspreis hatten allemal die Kiebitzreiher verdient. Hatten sich erst noch die Altenmoorer Duschen abgeholt beim Versuch, Wasserbomben mit den Händen aufzufangen, setzte das Team aus dem Nachbardorf auf die Sterntaler-Technik: Die Vorderseiten der T-Shirts wurden ausgebreitet und darin die wassergefüllten Ballons aufgefangen, die aus fünf Metern Höhe kamen. Das Vorbild machte Schule, Bullendorf und Raa-Besenbek kopierten die Technik erfolgreich.

Am Ende gewann trotzdem Raa-Besenbek den "Länderkampf" zwischen vier Dörfern. Genauer gesagt: zwei Dörfern und zwei Dorfteilen; Altenmoor stellte zwei Mannschaften, von denen eine aus Bullendorf kam. Aber um Details ging es bei diesem Wettstreit nicht, sondern um Spiel und Spaß. Etwa 250 Aktive und Zuschauer verfolgten den Länderwettkampf am Freitagabend in Bullendorf.

Die jeweils zwölf Teammitglieder mussten Fäden aufrollen, um Modellautos über eine Rennstrecke zu ziehen, auf Segways einen Geschicklichkeitsparcours absolvieren und Quizaufgaben lösen. Die Wasserbomben sollten zwar im Spiel heil bleiben, aber bei brütender Hitze - sogar noch am Abend - wurden sie anschließend noch für eine kleine, aber durchaus erfrischende Wasserschlacht genutzt. Die Erfrischung war auch bitter nötig. Die erste Runde des Wettkampfs fand im Zelt statt, dass zum Schutz vor Regen mit Plane abgedeckt war - mit schwarzer Plane.

Das ließ den Saal schnell zur Sauna werden. Dazu kamen Probleme mit der Technik: "Funktionieren alle Buzzer?", erkundigte sich Moderator Jürgen Kruse zwar noch, aber die Konfusion mit Buzzer, Projektionen und Regeldiskussionen blieb. Mehrmals musste Sommerlands Bürgermeisterin Helga Ellerbrock als Jurysprecherin eingreifen, um das Spiel mit Quizfragen aus den Bereichen Mathe und Deutsch wieder auf die Bahn zu bringen.

In der Pause vor der Siegerehrung tauschten sich zwei Teammitglieder kritisch über die Veranstaltung aus: "Das war nicht so doll" - "Im letzten Jahr wars peppiger." - "Das war viel lustiger, privater."

Neu dabei: Kiebitzreihe und Raa-Besenbek


2012 hatten sich Teams aus Bullendorf und Altenmoor in Spielen gemessen, in diesem Jahr hatte Veranstalter Jürgen Kruse die Gemeinden Kiebitzreihe und Raa-Besenbek dazu geholt und sich ordentlich Mühe gegeben mit der Organisation: Ein großes Festzelt, ein Bierpilz und auch ein Imbisswagen standen bereit, nach den Spielen trat sogar die Band "Buzzword" auf - ohne Eintritt zu nehmen. Für die Spiele hatte Organisator Kruse einige Sponsoren aufgetan, die den Hubwagen und das Segway finanzierten.

Trotzdem wollte das Ganze nicht so recht in Schwung kommen. Dabei war den Teams anzumerken, dass sie auf einen spaßigen Abend eingestellt waren und dafür auch die richtige Portion Eifer mitbrachten. Die Kiebitzreiher zum Beispiel trugen als Erkennungsmerkmal allesamt leuchtend orangefarbene Hosenträger. Aber die Regie ließ dann doch keinen richtigen Schwung aufkommen: Beim Wasserbombenfangen musste immer wieder abgewartet werden, bis der Hubwagen runter und wieder hoch gefahren war. Beim Segway trat pro Team nur einer an, beim Autorennen waren es nur zwei.

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erstellt am 05.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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