Elmshorn : Prügel statt Party auf dem Buttermarkt

Nach dem Deutschlandspiel wurde ein 17-Jähriger zusammengeschlagen.
Nach dem Deutschlandspiel wurde ein 17-Jähriger zusammengeschlagen.

Nach dem Auftaktspiel der Nationalmannschaft kam es am Buttermarkt zu Ausschreitungen.

shz.de von
18. Juni 2014, 16:00 Uhr

Elmshorn | Es sollte ein friedliches Fest unter Fußballfans werden. Doch nach dem Knallerauftakt von Deutschland gegen Portugal (4:0) bei der laufenden Weltmeisterschaft kam es im Umfeld des Elmshorner Buttermarktes am späten Montagabend zu hässlichen Streitigkeiten unter Jugendlichen. Ein 17-Jähriger Elmshorner wurde zusammengeschlagen.

Traditionell ist der Buttermarkt Treff für Fußballfans der Region, um nach einem Sieg ihrer Elf bei Meisterschaften die Siegesstimmung mit Gleichgesinnten zu feiern. Doch diesmal gab es statt Party nur Prügel. Was als erste große Fußball-Party in der City angedacht war, entwickelte sich urplötzlich zum blutigen Kräftemessen.

Miesmacher und auf Krawall ausgelegte Chaoten sorgten am Rande des WM-Festes für Schlägereien. Andere zündelten ausgiebig mit Feuerwerkskörpern. „Die bengalischen Feuer auf dem Platz haben einigen Weibern vermutlich den Kopf vernebelt“, sagte ein Passant, nachdem sich mehrere Frauen gegenseitig mit Händen und Füßen schlugen. „Die haben sich fast die Augen ausgekratzt“, so der Passant weiter. An anderer Stelle des Buttermarktes prügelten sich männliche Jugendliche, hier jedoch mit harten Faustschlägen und Fußtritten.

„Ich hatte den Eindruck, die wollten sich tot kloppen“, sagte ein Beobachter, der sich nicht traute, die Krawallbrüder auseinanderbringend einzugreifen. Polizei und Sanitäter kamen zum Einsatz.

Der Grund für die Schlägerei in der Krückaustadt ist nicht bekannt. Nur das Ergebnis: Ein 17-jähriger soll mit einem 19-Jährigen eine längere Streitigkeit zu Ende führen wollen.

Wie die Massen von Autos am Montagabend auf den Elmshorn Buttermarkt kamen, ist ein Rätsel. Wochentags sind die Schranken geschlossen. Vermutlich haben kräftige Kerle die Schranken ausgehebelt. Ein Schaden sei nicht entstanden.

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