Prozess: Radler nervt Polizei und Autofahrer

verhandlung Frank B. drückt unerlaubterweise Bedarfsampeln in Elmshorn

Avatar_shz von
01. Juli 2016, 16:00 Uhr

Selten waren sich Zeugen und Zuhörer in einer Gerichtsverhandlung so einig: Dieser Radfahrer nervt total. Es geht um Frank B. aus Klein Offenseth-Sparrieshoop. Er stand gleich wegen zwei Anzeigen vor dem Elmshorner Amtsgericht. Einmal wurde er verurteilt, einmal wurde das Verfahren eingestellt. Besonderen Eindruck machte das nicht auf den Mann. Richterin Christine Franzius drohte er mit einem Befangenheitsantrag.

Frank B., der beim Finanzamt Nienstedten arbeitet, fährt morgens gegen 7 Uhr mit dem Fahrrad in die Elmshorner Innenstadt. Und vor allem in der Straße Kaltenweide, nach Aussagen von Zeugen, recht unorthodox. Mal soll er ganz langsam, mal sehr schnell fahren. Immer aber, so der Vorwurf, behindere er die Autofahrer. Und das ganz bewusst.

Die Polizei hatte B. angezeigt, weil dieser in der Kaltenweide auf Bedarfsampeln gedrückt hatte, ohne die Straße überqueren zu wollen. So habe er den Berufsverkehr ohne Grund an etlichen Tagen ins stocken gebracht. Das sagte der stellvertretende Leiter des Polizeireviers Elmshorn vor Gericht aus. Das ist nicht erlaubt.

B. bestritt das auch nicht. Sah aber nicht ein, dass er dafür bestraft werden sollte und hatte die verhängten 20 Euro Bußgeld nicht bezahlt. Deshalb stand er nun vor Gericht. Das allerdings ist für den Sparrieshooper nicht neu. Sowohl in Hamburg als auch in Elmshorn ist der Radfahrer bereits gerichtsbekannt. Seite 4

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen