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Prozess: Großfeuer vernichtet Werkstatt

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Gerlingweg Im Berufungsverfahren geht es um fahrlässige Brandstiftung

Schwarze Rauchwolken zogen am 9. September 2015 über ganz Elmshorn. Im Gerlingweg war in einer Autowerkstatt ein Feuer ausgebrochen. Die neue Werkstatt samt Hebebühnen und Gabelstaplern, Ersatzteilen und mehreren Autos – die Flammen vernichteten alles innerhalb kürzester Zeit. Die Ursache war unklar – die Polizei berichtete lediglich von einem 30-jährigen Mann, der in der Werkstatt arbeitete, als das Feuer ausbrach.

Eineinhalb Jahre später sitzt eben dieser Mann in einem Gerichtssaal im Landgericht Itzehoe. Es ist bereits der Prozess in zweiter Instanz in dieser Sache, schon vor einem halben Jahr war Anton N. im Amtsgericht Elmshorn wegen fahrlässiger Brandstiftung zu einer Geldstrafe in Höhe von 50 Tagessätzen à 20 Euro verurteilt worden. Der Argumentation der Verteidigung, ein Kabelbrand im Gebäude habe das Feuer ausgelöst, folgte der Richter nicht.

Dagegen legt der gebürtige Ukrainer Anton N. jetzt Berufung ein. Der gelernte Kfz-Mechaniker streitet ab, beim Ausschlachten seines Privat-Autos in der Werkstatt unvorsichtig mit brennbaren Stoffen umgegangen zu sein. Im September 2015 hatte ein Mann aus Litauen das Grundstück gerade erst von der benachbarten Firma Riewesell gekauft und die Werkstatt darauf bauen lassen. Entstehen sollte eine Firma für Autoverwertung. Der Verwalter gestattete Anton N. die Werkstatt privat zu nutzen.

N. begann, das Auto auszuschlachten und ließ dabei nach eigener Auskunft alle brennbaren Flüssigkeiten ab. „Das Benzin habe ich vor die Halle gestellt. Den Behälter mit dem Altöl habe ich von dem Auto weggestellt.“ Dann begann Anton N., die Anhängerkupplung abzuflexen. „Plötzlich habe ich Feuer unter dem Auto bemerkt“, sagt er. „Die Plane, die ich gegen Schmutz unter das Auto gelegt hatte, brannte.“ Zusammen mit den Nachbarn versuchte N. die Flammen zu löschen – erfolglos.

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erstellt am 19.Mai.2017 | 16:00 Uhr

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