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Elmshorn : Problemfall Pflaster in der Königstraße

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Nach gerade einmal zehn Jahren fehlen bereits die ersten Steine. Wenig dekorative Ausbesserungen.

shz.de von
erstellt am 10.Nov.2015 | 10:03 Uhr

Elmhorn | Gerade einmal zehn Jahre alt ist das gelbe Pflaster in der Königstraße. Die dunklen Steine in der Mitte der Fußgängerzone, über die das Wasser abgeleitet wird, haben allerdings ganz schön gelitten. Immer mal wieder fehlt ein Stein, dafür ist die Lücke wenig dekorativ mit Asphalt abgedichtet worden. „Das sieht richtig schäbig aus“, sagt ein Elmshorner, der sich mit seiner Kritik an die EN gewandt hat. 2005 sei das Pflaster aufwändig und für teures Geld angelegt worden. „Wie kann das sein, dass es noch nicht einmal zehn Jahre hält und dann auch noch mit Asphalt geflickt werden muss?“.

Auch das Stadtmarketing würde eine „fachmännische Instandsetzung und Pflege der Königstraße begrüßen“, wie der Vorsitzende Marc Ramelow erklärt. Das Ausbessern mit Asphalt wirke billig und unstimmig. „Es ist uns nicht verständlich, warum die Stadt den Bodenbelag nicht in seiner ursprünglichen Form mit Pflastersteinen wieder herstellt.“ Das Stadtmarketing habe sich unter anderem mit der Begrünung der Königstraße stark engagiert und auch die Anlieger der Straße finanziell beteiligt. „Daher sollte es auch im Sinne von Fairplay im Interesse der Stadtverwaltung liegen, die zentrale Straße der Innenstadt optisch ansprechend zu erhalten.“

Die Erklärung, warum das Pflaster so schlecht aussieht, kennt Petra Langefeld, Amtsleiterin für Flächenmanagement in der Stadtverwaltung. „Diese dunklen Steine sehen zwar aus wie normale Steine. Tatsächlich handelt es sich aber nur um eine Verblendung, die Steine sind nur halb so dick wie normal.“ Deshalb würden die Steine im Untergrund nicht richtig halten und mit der Zeit locker werden. Dann muss die Stadt sie herausnehmen und ersetzen lassen. „Und da hält zur Zeit nun mal am besten der Asphalt.“

Warum vor zehn Jahren die Entscheidung getroffen worden ist, diese halben Steine zu verwenden, weiß Langefeld allerdings selber nicht. „Von den handelnden Akteuren von damals ist keiner mehr da. Wir sind aber fleißig am recherchieren und es wird auf jeden Fall eine Lösung geben.“

Marc Ramelow hätte auch noch einen weiteren Verbesserungsvorschlag: Ein weiteres Problem seien die defekten Leuchten im Pflaster der Seitenstraßen. „Diese werden ebenfalls nicht instand gesetzt und stellen eine zunehmende Stolpergefahr dar, da sie zum Teil abgesackt sind.“ Da sich Stadtverwaltung und Politik ebenso wie beim Pflaster für diese Art der Gestaltung entschieden hätten, sollten sie auch die notwendige Pflege und Reparaturen sicherstellen.
 

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